Gerhild Komander

Tipps + Termine

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Stadtführung Berlin 
Boxhagener Platz, Friedrichshain - Stadtführung in einem Szenekiez
In Zusammenarbeit mit der VHS Reinickendorf
Sonnabend, 24.2.18, 11 Uhr

150 Westhafen

Vortrag zur brandenburgischen und Berliner Geschichte
Die Hugenotten kommen!
In Zusammenarbeit mit dem Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner
Montag, 26.2.18., 18 Uhr

Maerchenbr 150

 

gruenberg 150Barocke Architektur in Berlin: Martin Grünberg

Mathematiker, Wasserbauingenieur, Baumeister

Er studierte Mathematik und Geometrie in Köngsberg und übernahm 1695 die Leitung der kurfürstlichen Bauten in Berlin, Lietzenburg (Charlottenburg), Oranienburg und Potsdam. Als Wasserbauingenieur leitete er die Arbeiten für den Spreekanal, den Müllroser Kanal und die Schleusen Eisenhammer und Hammersfort.


1655 Insterburg - 1706 Berlin
Grabstätte: ehem. Dorotheenstädtische Kirche (?)

Tätigkeit: Ingenieur, Baumeister
Lebens- und Wirkungsorte: Insterburg (Tschernjachowsk bei Königsberg/Kaliningrad) und andere Orte im Herzogtum Preußen, Königsberg Drewitz, Potsdam, Berlin, Italien, Oranienburg, Dessau, Wilsnack, Liebenwalde, Havelberg, Neuruppin, Fürstenwalde, Lenzen, Crossen, Angermünde

 

Lebenslauf:
Studium der Mathematik und Geometrie in Köngsberg
1674 Schreiber in der Glashütte Drewitz (heute Ortsteil von Potsdam)
1678 Bauschreiber in Potsdam
1682-84 Stipendium des Kurfürsten Friedrich Wilhelm für einen Studienaufenthalt in Italien
1688 Ernennung zum Landmesser und Ingenieur
1690 Heirat in Berlin
1695 Nachfolge Nerings als Hofbaumeister: Leitung der kurfürstlichen Bauten in Berlin, Lietzenburg (Charlottenburg), Oranienburg und Potsdam
1699 Das Amt des Hofbaumeisters geht an Andreas Schlüter. Grünberg wird Baudirektor in den Städten und aus dem Lande.

 

Werke:
Als Wasserbauingenieur war Grünberg in Liebenwalde (1690), Havelberg (1692), bei Lübben (1694 Anlage des Spreekanals), in Küstrin und Göritz sowie an der Schleuse Neuhaus am Müllroser Kanal (1696), in Beeskow-Storkow und Friedrichswerder (1697), Schönwalde (1699), an den Schleusen Eisenhammer (1701) und Hammersfort und Weißensprung (1702) tätig.

 

1679 Bauaufsicht Schloss Bornim
1688 Beteiligung am Bau des Schlosses Oranienburg unter Johann Arnold Nering
1690-94 Johanniskiche zu Dessau, Entwürfe für Schul- und Predigerhaus
1690 Planung für den Wiederaufbau der abgebrannten Stadt Wilsnack
1692 Wohnhaus Breite Straße 23, Berlin
1693 Bauaufsicht Jagdschloss Friedrichshof in Ostpreußen (Groß Holstein)
1694 Mitarbeit an der Anlage der Friedrichstadt (Berlin)
         Entwurf für die Sebastianskirche an der Alten Jakobstraße

1695 Umbau Jagdschloss Grunewald, Bauleitung Zeughaus und Parochialkirche (nach eigenem   
         Entwurf)
1696-97 Umbau des kurfürstlichen Marstalls zum Sitz der Akademie der bildenden Künste und 
         mechanischen Wissenschaften
1697-1706 Großes Friedrichswaisenhaus, Stralauer Straße
1698 Entwurf für die Kirche zu Birkenmühle, Ostpreußen
1699 Bauleitung der abgebrannten Stadt Neuruppin, Entwurf für das Rathaus
1699/1700 Jagdschloss Freienwalde

 

1700 Entwurf für die Friedrichswerdersche Kirche
1701 Bauleitung der Ehrenpforte des Cöllner Magistrats zum Einzug Friedrichs I.
         Als erster Baumeister wird Grünberg Mitglied der Akademie der Wissenschaften.
         Entwurf für die Friedrichstädtische Kirche (Deutsche Kirche / Dom)
1701-03 Bau der Garnisonkirche zu Berlin
1702 Jagdhaus Schmöckwitz
1702/03 Entwürfe für Typenhäuser in der Friedrichstadt

1704 Wohnhaus für den Apotheker Lamblet, Schlossplatz
         Wiederaufbau der Stadt Lenzen
1706 Mitglied der Untersuchungskommission zum Einsturz des Münzturmes von Andreas Schlüter

 

Literatur:
Friedrich Nicolai: Nachricht von den Baumeistern, Bildhauern, Kupferstechern, Malern, Stukkaturern, und anderen Künstlern, welche vom 13. Jh. bis jetzt in und um Berlin sich aufgehalten haben, 2. Auflage Berlin und Stettin 1786.
Günther Schiedlausky: Martin Grünberg. Ein märkischer Baumeister aus der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert, Diss. Marburg 1942.
Hermann Heckmann: Baumeister des Barock und Rokoko. Brandenburg Preussen, Berlin 1998.
Wulf D. Wagner: Stationen einer Königsreise - Schlösser und Gutshäuser in Ostpreußen, Berlin 2001, S. 30-36.  

 

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Berlin im Blick

Berliner Geschichte

1278 Das St. Georgs-Hospital wird erstmals urkundlich namentlich erwähnt.
1288 Erste urkundliche Erwähnung von Lichtenberg, Lichterfelde und Rosenfelde (Friedrichsfelde)

1308 3. März Die Doppelstadt Berlin-Cölln schließt ein Schutzbündnis mit anderen märkischen Städten.
Erste urkundliche Erwähnung von Heiligensee
1348 Die Pest fordert auch in der Mark und in Berlin-Cölln viele Tote. Die Juden werden als Urheber beschuldigt und verfolgt.
Der "falsche Woldemar" trifft in Berlin ein. König Karl IV. anerkennt ihn als letzten Askanier, um ihn als Verbündeten gegen die Wittelsbacher einzusetzen.
Ein Stadtbrand richtet großen Schaden an.
1358 Erste urkundliche Erwähnung von Stralau
1378 Sigismund, zweiter Sohn Karls IV., wird Mitregent in der Mark.
Am 29. November stirbt Karl IV.
1388 Markgraf Sigismund wird König von Ungarn und verpfändet die Mark Brandenburg an seinen Vetter Jobst von Mähren.

1448 Die Bürger von Berlin und Cölln erheben sich im Berliner Unwillen gegen den Landesherren.
19. Juni Berlin und Cölln unterwerfen sich dem Kurfürsten.
Zunftprivilegien darf zukünftig nur der Landesherr gewähren.
1458 28. April Auf dem Neuen Markt wird Matthäus Hagen nach einem Inqisitionsprozess als Anhänger der hussitisch-taboristischen Lehre hingerichtet.
1488 Der Kurfürst erhebt die „Bierziese".
10. September Johann Zehender erhält das städtische Privileg für zwei Apotheken in Berlin.

1518 Die kurfürstliche Städte- und Polizeiordnung legt einheitliche Maße und Gewichte fest.
1528 25. März Kurfürstin Elisabeth flieht nach Wittenberg.
1538 bis 1540 Caspar Theyss erbaut das Renaissanceschloß zu Cölln.
1558 In Köpenick entsteht das Renaissanceschloss.
Das Gutshaus Tegel wird urkundlich erwähnt.
1568 Erste urkundliche Erwähnung von Treptow
1578 Rochus Guerini Graf zu Lynar kommt nach Berlin, erweitert das Schloss und baut die Spandauer Zitadelle aus.
Am Spandauer Mühlentor lässt er eine Pulvermühle errichten.
1598 Joachim Friedrich wird Kurfürst.

1608 Johann Sigismund wird Kurfürst.
1618 Der Dreißigjährige Krieg beginnt.
In Cölln wird eine reformierte Domschule für Knaben gegründet.
1628 Markgraf Sigismund fordert von der Bürgerschaft 140 000 Taler Kontribution zum Unterhalt der kaiserlichen Truppen.
Wallenstein nimmt Quartier in Berlin-Cölln.
Der Kurfürst erlässt ein Verbot für Zeitungen.
Matthias Czwiczek wird brandenburgischer Hofmaler.
Die Pocken breiten sich in Berlin-Cölln aus.
1638 Kurfürst Georg Wilhelm übergibt Adam Graf Schwarzenberg die Statthalterschaft.
1648 Die Pocken breiten sich in Berlin-Cölln aus.
Zu Münster und Osnabrück wird der Westfälische Frieden geschlossen.
1658 Berlin-Cölln wird Garnisonstadt: Der Kurfürst läßt in 508 Bürgerhäusern 1 500 Militärangehörige mit ihren 400 Frauen und 500 Kindern sowie Dienstpersonal einquartieren.
Der Bau der Festungsanlagen beginnt unter der Leitung von Johann Gregor Memhardt.
Einfuhrverbot für Glaswaren
1668 24. Juni Friedrich Wilhelm heiratet in zweiter Ehe Herzogin Dorothea von Holstein-Glücksburg.
1678 Der Hofjägermeister von Lüderitz legt die Hasenheide an.
Benjamin Raule errichtet durch Umbau des kurfürstlichen Ballhauses Raules Hof auf dem Friedrichswerder.
30. Juli Mit der Grundsteinlegung für die Dorotheenstädtische Kirche wird der erste Kirchenbau in Berlin-Cölln seit dem Mittelalter begonnen.
Adam de Clerck wird kurfürstlicher Hofmaler.
1678 bis 1687 Rutger van Langerfeld und Michel Matthias Smids erbauen die Dorotheenstädtische Kirche.
1688 9. März Der Große Kurfürst stirbt. - Friedrich III. (I.) wird Kurfürst.
14. August Friedrich Wilhelm I. (der Soldatenkönig) wird geboren.
Der Perspektivplan von Berlin-Cölln, gezeichnet von Johann Bernhard Schultz, erscheint.
Samuel von Pufendorf wird kurfürstlicher Historiograph.
Constantin Friedrich Blesendorf, Johann Ulrich Crause und Augustin Oldenburgh fertigen das Kupferstichwerk zum Leichenbegängnis des Kurfürsten Friedrich Wilhelm an.
Johann Arnold Nering beginnt mit der Anlage der Friedrichstadt.
Der Gendarmenmarkt wird angelegt.
Abraham Jansz Begeyn wird kurfürstlicher Vedutenmaler.
1698 Andreas Schlüter beginnt mit Um- und Neubau des Residenz-schlosses.
Der Marinemaler und Schiffsbaumeister Michiel Maddersteeg wird an Hof berufen.

1708 27. November Friedrich I. und seine dritte Gemahlin Sophie Luise von Mecklenburg-Schwerin ziehen in Berlin ein.
1718 Die Berliner Hausbesitzer gründen die Versicherungsgesellschaft der Feuersozietät Berlin.
Der von Johann Sigismund Elsholtz 1679 angelegte Hof- und Küchengarten bei Schöneberg (Kleistpark) erhält die Bezeichnung Botanischer Garten.
Friedrich Wilhelm I. besucht erstmals die Synagoge.
1728 Der Prozeß gegen Dorothea Steffin ist der letzte Hexenprozeß in Berlin.
1738 Friedrich Wilhelm I. schenkt das Neue Lusthaus der Berliner Kaufmannschaft zur Einrichtung ihrer Börse.
1748 15. November Das Invalidenhaus wird eingeweiht.
Gotthold Ephraim Lessing kommt zum ersten Mal nach Berlin.
Der Invalidenfriedhof wird angelegt.
Johann Julius Hecker gründet ein Lehrerseminar.
Friedrich II. verfügt die Verhaftung von Bettlern und deren Überstellung ins Zuchthaus oder zur Arbeit im Ochsenkopf.
Die Künstler Blaise Nicolas Lesueur und Charles Amédée Philippe Vanloo werden nach Berlin berufen.
Der Arzt und Philosoph Julien Offray de La Mettrie wird an den königlichen Hof berufen.
1748 bis 1766 Jan Boumann erbaut das Palais Prinz Heinrich (Humboldt-Universität).
1768 21. März Das Lustspiel „Minna von Barnhelm" von Gotthold Ephraim Lessing wird in der Behrenstraße uraufgeführt.
1778 Gründung der Jüdischen Freischule
Johann Wolfgang von Goethe besucht Berlin und Potsdam.
1788 Der König erläßt das Religionsedikt und eine Zensurverordnung.
Martin Heinrich Klaproth entdeckt die Zirkonerde und das Uranium.
Die Berliner Gymnasien führen mündliche und schriftliche Prüfungen zur Erlangung der Hochschulbefähigung ein.
27. September Erster Ballonaufstieg Francois Blanchards vor dem Brandenburger Tor.
1788 bis 1791 Carl Gotthard Langhans erbaut das Brandenburger Tor.
1798 Die Jungfernbrücke entsteht in ihrer heutigen Gestalt.
1798 bis 1802 Heinrich Gentz erbaut die Münze am Werderschen Markt.

1808 19. November Die wahlberechtigten Bürger Berlins wählen aufgrund der preußischen Städte die ersten Berliner Abgeordneten.
1818 Die Berliner Sparkasse wird gegründet.
1828 Die Berliner Universität erhält den Namen Friedrich-Wilhelm-Universität.
1838 Der Volkspark Hasenheide wird nach Plan von Peter Joseph Lenné begonnen.
1848 6. März Beginn der Revolution in Berlin
18. März Barriakdenkämpfe in Berlin
19. März Aufbahrung der "Märzgefallenen"
1868 Berliner Asylverein für Obdachlose gegründet
1878 Hofprediger Adolf Stoecker gründet die Christlich-Sociale Arbeiterpartei.
1888 Dreikaiserjahr: Tod Wilhelms I. und Friedrichs I.
Gründung der Urania
Gustav Krocisius gründet die Spree-Havel-Dampfschiffahrtsgesellschaft Stern.
11. September Das Lessing-Theater am Schiffbauerdamm öffnet.
1898 5. Februar Gründung der Künstlervereinigung Berliner Secession
1. April Die Gemeinde Schöneberg wird Stadt.

1908 28. Januar Eröffnung des Hebbel-Theaters
17. Mai Friedrich ARchenhold legt den Grundstein für die Sternwarte für die Volkssternwarte.
10. Juni Eröffnug des Märkischen Provinzialmuseums
1918 Ende des Ersten Weltkriegs
1928 Gründung der BVG
1948 Berliner Luftbrücke
1968 Studentenunruhen

 

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