Datum:
Fr, 20 Mai 2022
Zeiten:
15:00-17:15
Ort:
Berlin-Lichterfelde
Kontaktperson:
VHS Steglitz-Zehlendorf
Telefon:
0331 289-4569

Stadtführung in Berlin

Wohnungsnot und Wohnungsbau in Berlin
Die Thermometersiedlung in Lichterfelde (1968 - 1974)
Treffpunkt: Osdorfer Straße Ecke Celsiusstraße
Freitag, 20. Mai 2022, 15 Uhr – Kursnummer SZ110-066
Teilnahme nur mit Anmeldung. Anmeldung nur bei der VHS Steglitz-Zehlendorf

In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg fehlten in West-Berlin Tausende Wohnungen, auch durch die großräumigen Sanierungsvorhaben. Die Wohnungsbaugesellschaften GAGFAH und GSW ergriffen 1962 die Initiative und erarbeiteten Bebauungspläne für Süd-Lichterfelde. Diese ersten Pläne unterlagen dem sich durchsetzenden Prinzip "Urbanität durch Dichte". Das Ergebnis bestand in sechzig Wohnhäusern mit sechs bis 16 Stockwerken sowie wenigen 22-geschossigen Turmhochhäusern.

Schon mit der Fertigstellung 1974 zeigten sich die planerischen Mängel, die den Stadtrandsiedlungen dieser Zeit anhaftet: Die öffentlichen Freiräume besitzen keine Aufenthaltsqualität. Mit steigenden Einkommen in den siebziger Jahren verloren viele Familien die Wohnberechtigung in den hochsubventionierten Wohnungen. Im Jahr 2021 wurde erstmals ein Quartiersmanagement eingerichtet, um den Bedürfnissen der etwa 4 700 Menschen durch differenzierte Projekte zu enstprechen.

  Allgemein |  Sonntag, 23. Januar 2022 00:00 |  Sonntag, 23. Januar 2022 22:26 |  Gerhild Komander |  630