Berlin im Blick. Von den Linden ins Nikolaiviertel - 800 Jahre Berliner Geschichte
-------------------------------------------------------------------------------- Fangen wir dort, wo es am schönsten ist: Unter den Linden zu Füßen des alten Königs, den einige Menschen auch den „Alten Fritz“ nennen. Vom Denkmal Friedrichs II. überblicken Sie den Reitweg, der den Kurfürsten in den Tiergarten führte, den Festungsgraben, das Forum Fridericianum mit den Bauten Friedrichs II. und die Planungen Karl Friedrich Schinkels ...
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Berlin im Mittelalter: Alt-Berlin von St. Nikolai zur Heiliggeistkapelle
-------------------------------------------------------------------------------- Winzig war die alte Stadt, die sich im Bogen der Stadtbahn an das Spreeufer schmiegte. Ein fast verlorener Ort im heutigen Stadtbild. Ihn wieder zu finden helfen die mittelalterlichen Kirchenbauten: Nikolaikirche, Ruine der Franziskanerklosterkirche, Marienkirche und Heiliggeistkapelle. Entdecken Sie Alt-Berlin in den Grenzen der mittelalterlichen Stadtmauer.
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Nikolaiviertel und Nikolaikirche - das Herz der Stadt
-------------------------------------------------------------------------------- Die evangelische Pfarrkirche St. Nikolai am Nikolaikirchplatz in Berlin-Mitte war der erste Kirchenbau Berlins und ist ein Ort ersten Ranges für die Berliner Geschichte. Sie war über die Jahrhunderte ein historischer Ort des religiösen und weltlichen Lebens der Stadt, Grablege der Bürgerschaft, Zeugin der Reformation. Die ersten Stadtverordneten Berlins ließen sich hier einsegnen.
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Neuer Markt und Marienkirche
-------------------------------------------------------------------------------- Die Stadtpfarrkirche St. Marien entstand als Mittelpunkt der ersten Stadterweiterung Berlins. Der Neue Markt um die Kirche mußte nach Kriegsbeschädigungen den Aufbauplänen weichen. Seitdem sind nicht nur die Häuser verschwunden, ganze Straßen und selbst der Name des Platzes sind fort. Die Marienkirche hat – wie von einem Schutzengel bewahrt – die rauhen Zeitläufte überstanden.
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Die „Insel“ Cölln
-------------------------------------------------------------------------------- Mit sicherem Blick erkannten Kaufleute und Fernhändler im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts den für eine Ansiedlung idealen Ort an der Spree. In wenigen Jahrzehnten entstand um die Breite Straße und Gertraudenstraße eine der beiden Gründungsstädte der späteren Haupt- und Residenzstadt Berlin, Cölln. Aktuelle Grabungen bringen das verschüttete Zentrum ans Tageslicht.
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Das Berliner Schloß und die Mitte der Stadt
-------------------------------------------------------------------------------- 1451 ließ Kurfürst Friedrich II. nördlich der Cöllner Stadtmauer eine erste landesherrliche Residenz errichten, gegen den Willen der Bürger, die im Berliner Unwillen ihrem Unmut deutlich Ausdruck verliehen. Mehr als viereinhalb Jahrhundert regierten von dort aus die nachfolgenden Hohenzollernherrscher die Mark Brandenburg, Preußen und schließlich das Deutsche Reich.
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Im Glanz der Kaiserzeit. Der Berliner Dom
-------------------------------------------------------------------------------- Der heutige Dombau ist der dritte an dieser Stelle. An den Rand des Lustgartens wanderte er erst 1747. Kein geringeres Vorbild als die Kirche Santa Maria degli Angeli in Rom von Michelangelo Buonarotti nahm sich der Architekt Julius Strack zum Vorbild für den kaiserlichen Dom. Er sollte dem gestiegenen Prestigebedürfnis des Kaiserhauses und des preußischen Bürgertums genügen.
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Auf Sumpf gebaut: Die Museumsinsel
-------------------------------------------------------------------------------- Auf knapp einem Quadratkilometer Berlin werden die Häuser der Museumsinsel 6000 Jahre Kulturgeschichte präsentieren, wenn einmal alle Pläne umgesetzt sein werden. Als Karl Friedrich Schinkel im Auftrag seines Königs das erste Museum Berlins entwarf, träumte der Kronprinz schon von einem Ort und Hort der Bildung. Begonnen hatte alles in märkischem Sand und Sumpf...
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Lessing, Nicolai, Mendelssohn und die Stätten der Berliner Aufklärung
-------------------------------------------------------------------------------- Berlin wurde in der Regierungszeit Friedrichs II. zu einer Hochburg der europäischen Aufklärung. D a s Zentrum der deutschen und deutschsprachigen Aufklärung wurde Berlin durch die Freundschaft und engagierte Tätigkeit von Lessing, Mendelssohn und Nicolai. Im Dreieck zwischen Alexanderplatz, Brüderstraße und Burgstraße lag das bürgerliche geistige Zentrum Berlins.
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An der Festung Berlin. Neucölln am Wasser
-------------------------------------------------------------------------------- Malerische Ufer am Museumshafen, Bauten des Historismus – wie das Märkische Museum – und des Neuen Bauens – wie das Haus des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes von Max Taut und Franz Hoffmann liegen nebeneinander. Die unregelmäßigen Plätze und krummen Straßenzüge verraten die Lage der Festungsanlagen, die Berlin einst umgab.
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Vom Marinestandort zum Großstadtquartier. Der Friedrichswerder
-------------------------------------------------------------------------------- Zwischen Zeughaus und Spittelmarkt liegt der Friedrichswerder. Die gleichnamige Kirche kennzeichnet den Mittelpunkt der einstigen Stadt, den Werderschen Markt. Auf dem Grünstreifen zwischen Kurstraße und Hausvogteiplatz stehen neue Wohnhäuser, die bunten Townhouses, zwischen denen alte Straßenzüge wieder aufleben. So erhielt ein ganzer Stadtteil ein neues Gesicht.
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Kurfürstliche Toleranz, kaiserliches Vergnügen: Die Dorotheenstadt
-------------------------------------------------------------------------------- 1674 begründeten Kurfürst Friedrich Wilhelm und Kurfürstin Dorothea die Neustadt zwischen Spree und Behrenstraße. Das rasante Wachstum der Stadt im 19. Jahrhundert verwischte die Grenzen und integrierte die Dorotheenstadt in die Residenzstadt Berlin. An ihren eigenständigen städtischen Ursprung erinnert heute – wieder – die Dorotheenstraße.
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Der Boulevard Unter den Linden
-------------------------------------------------------------------------------- Schon der Name dieser Straße hat einen besonderen Zauber. Wie oft ist einfach von den „Linden“ die Rede! Aus den Niederlanden stammt die Idee, eine Straße mit Bäumen zu säumen. Von dort brachte Friedrich Wilhelm der Große Kurfürst den Plan mit, einen von Nußbäumen und Linden begleiteten Weg anzulegen, der schnurstracks aus Berlin in das Jagdrevier Tiergarten hinein führte.
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Geld für Berlin! Von den Linden ins Bankenviertel
-------------------------------------------------------------------------------- 1881, vor 125 Jahren also, erschien das erste Berliner Telefonbuch. Wer waren die ersten Teilnehmer? Vor allem Bankiers und große Firmen. Ich führe Sie von den Linden in das legendäre Bankenviertel: Die Standorte der Berliner Bankhäuser lagen dicht beieinander Unter den Linden, in der Jägerstraße, Französischen Straße und Behrenstraße.
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Die nördliche Friedrichstadt. Vom Gendarmenmarkt bis zu den Linden
-------------------------------------------------------------------------------- Die Friedrichstadt erstreckt sich vom Halleschen Tor in Kreuzberg bis zur Straße Unter den Linden, vom Leipziger Platz bis an den Hausvogteiplatz. Um den Gendarmenmarkt konzentrierten sich Bauten der französischen Kolonie. Die Friedrichstraße mit ihren Cafés, Restaurants, Bühnen und Hotels erlangte überragende Bedeutung unter den Geschäftsstraßen Berlins.
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Der Gendarmenmarkt. Kunst und Geschichte in der Mitte Berlins
-------------------------------------------------------------------------------- Zwei „Dome“ und ein Schauspielhaus prägen die Gestalt des Platzes, der als einer der schönsten Berlins, manchen Menschen als einer der schönsten Europas gilt. Seine Anfänge, eingezwängt in die Bastionen der Festungsanlage, waren bescheiden, sein Aufstieg rasant. Reformierte Kirchen für die Glaubensflüchtlinge machten am Ende des 17. Jahrhunderts den Anfang.
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Geschichtsmeile Wilhelmstraße
-------------------------------------------------------------------------------- Sie war die erst noble Straße in Berlin, angelegt auf Befehl des Königs Friedrich Wilhelm I. Mit der Reichsgründung 1871 wuchs der Platzbedarf enorm, und die Ministerien mieteten zunächst einzelne Etagen, kauften dann Häuser und Grundstücke auf. Die Reichsministerien und die Reichskanzlei fanden hier ihren Platz. Die Wilhelmstraße wurde zum Synonym der deutschen Reichsregierung.
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Geschichtsmeile Wilhelmstraße – der südliche Teil
-------------------------------------------------------------------------------- Die noble Straße machte seit der Restauration Karriere als Regierungsstandort. Aus dem preußischen Kriegsministerium wurde das Reichsluftfahrtministerium. Das Palais Vernezobre diente Prinzessin Amalie als Sommersitz und wurde berühmt als Palais Prinz Albrecht, in dem die Nationalsozialisten den Sicherheitsdienst des Reichsführers SS einrichteten.
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Ullstein, Mosse, Scherl. Das Zeitungsviertel an der Kochstraße
-------------------------------------------------------------------------------- Lange schon ist das (alte) Mosse-Haus, Jerusalemer Straße Ecke Schützenstraße, populärer als der erste kreative Berliner dieses Namens und dessen Tageszeitung. Der Architekt Erich Mendelssohn modernisierte das Gebäude. In der Kochstraße druckte der Konkurrent Leopold Ullstein die Blätter „Berliner Zeitung“, „Berliner Abendpost“, „B.Z. am Mittag“, „Berliner Morgenpost“.
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Durch die Spandauer Vorstadt. Alt-Berlin und neues Leben
-------------------------------------------------------------------------------- Wer sie vor zehn Jahren zuletzt sah, wird sie kaum wieder erkennen: Die Spandauer Vorstadt scheint jährlich ihr Gesicht zu wechseln. Monbijou-Park, jüdischer Friedhof, Sophienkirche, Galerien. Sommergärten und Vergnügungslokale gab es hier schon (fast) immer, die Galerien und Boutiquen sind jüngeren Datums. Ganz frisch ist die Rückkehr des Jüdischen Friedhofs.
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Die Spandauer Vorstadt. Von der Oranienburger Straße zur Weidendammer Brücke
-------------------------------------------------------------------------------- Architektur aus drei Jahrhunderten drängt sich hier zusammen. Wohlfahrts- und Bildungseinrichtungen jüdischer und christlicher Gemeinden stehen nebeneinander. Zu den herausragenden Beispielen der städtischen Architektur gehören die Krankenhausbauten an der Ziegelstraße. In der Tucholskystraße hat der Zentralrat der Juden in Deutschland seinen Sitz genommen.
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Am Scheunenviertel
-------------------------------------------------------------------------------- Scheunen der Berliner Bürgerschaft bildeten den Ursprung dieses Quartiers in der Spandauer Vorstadt. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts entwickelte es sich zu einem bevorzugten jüdischen Wohnviertel. An Stelle der Scheunen, Schuppen und frühen Wohnbauten stehen heute die Volksbühne von Oskar Kaufmann und die Wohnbauten von Hans Poelzig.
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Die Charité
-------------------------------------------------------------------------------- Die Charité ist die älteste medizinische Bildungseinrichtung in Deutschland. Friedrich Wilhelm I. ließ 1726 das Pesthaus an der Panke zu einer Lehr- und Forschungsstätte und Übungsschule für Ärzte umgestalten und benannte die Einrichtung "Charité". Zu den berühmtesten Ärzten der Charité zählen Adolf Bardeleben, Wilhelm Griesinger, Ferdinand Sauerbruch und Rudolf Virchow.
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Berlin Schiffbauerdamm. Die Friedrich-Wilhelm-Stadt
-------------------------------------------------------------------------------- Berühmt wurde die Friedrich-Wilhelm-Stadt durch den Zirkus Renz-Schumann und die Theater unter Leitung von Max Reinhardt sowie Helene Weigel und Bertolt Brecht. Den Anfang hatten Einrichtungen der Französischen Kolonie, das Pesthaus an der Panke und die Tierarzneischule gemacht. Ihnen folgten Gärten Berliner Bürger und die Schiffbauer mit ihren Werften am gleichnamigen Damm.
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Feuerland
-------------------------------------------------------------------------------- Rauchende Schornsteine waren der Stolz der Pioniere in der Metall- und Maschinenbauindustrie. Der erfolgreiche Nachbau der englischen Dampfmaschine machte die Firmen Egells, Borsig, Schwartzkopff und Hoppe unabhängig von der Lage am Wasser der Panke. Sie siedelten sich an der Chausseestraße an. Hier entstand Feuerland.
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Schinkels Berlin und die aktuelle Stadtplanung
-------------------------------------------------------------------------------- Umfang und Vielfalt des Werkes von Karl Friedrich Schinkel (1781-1841), sein Wirken auf Schüler und bis in die Gegenwart hinein sind Gegenstand von Diskussionen, wenn es um die "Stadterneuerung" Berlins geht. Schinkel war Maler, Zeichner und Architekt. Er orientierte sich an mittelalterlichen Kunstformen, an den antiken Kunststilen und ersann zeitlose Architektur.
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1848 - Spuren der Märzrevolution im alten Berliner Zentrum
-------------------------------------------------------------------------------- Seit 1998 heißt der Platz vor dem Brandenburger Tor „Platz des 18. März“, benannt nach der Märzrevolution am 18./19. März 1848 und den ersten Wahlen zur Volkskammer der DDR am 18. März 1990. Die bürgerliche Revolution von 1848 ist eines der zentralen Ereignisse der deutschen Geschichte, Berlin war neben Frankfurt am Main der zentrale Ort.
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