KünstlerInnen in Berlin
Alexander Moissi
Theater- und Filmschauspieler
Alexander Moissi wurde am 2. April 1879 in Triest geboren. 1898 entdeckte ihn Joseph Kainz für das Theater. Nach Engagements am Wiener Burgtheater (1898-1901) und am Neuen Deutschen Theater in Prag (1901-1903) ging er nach Berlin zu Max Reinhardt, zu dessen bevorzugten Schauspieler er bald wurde.
Reinhardt und Moissi begründeten die Salzburger Festspiele, bei denen Moissi zum ersten Mal (1920) den "Jedermann" von Hugo von Hoffmannthal (1911) spielte. Bis 1933 blieb Moissi an der Bühne Reinhardts. Zwiegespaltene Charaktere, etwa aus den Dramen William Shakespeares, Georg Büchners, Henrik Ibsens und Leo Tolstois, waren die von ihm bevorzugten Rollen, mit deren Interpretation er das Publikum weltweit begeisterte.
Er gilt als der größte deutschsprachige Schauspieler der Zwischenkriegszeit. Seine Frau Maria begründete die "Schauspielschule Maria Moissi Berlin", an der auch ihr Mann Alexander unterrichtete.
Moissi starb am 22. März in Lugano. Seine Grabstätte befindet sich in Morcote imTessin/Italien.
In Adlershof erinnert die Moissistraße an den Schauspieler. Die Berliner Gedenktafel-Kommission plant, eine Gedenktafel am Haus Kantstraße 75 anzubringen, wo Moissi wohnte.
Literatur:
Rüdiger Schaper: "Moissi". Triest, Berlin, New York. Eine Schauspielerlegende, Berlin 2000.
I. Rohracher: Leben und Wirken des Schauspielers Alexander Moissi, Diss., Wien 1951.
Zurück zum Seitenanfang
Zurück zum Überblick KünstlerInnen
- © gerhild komander 10/06 -