Gerhild Komander - Stadtführungen in Berlin und Potsdam - Vorträge Kunstgespräche

  Stadtführungen in Berlin und Potsdam - Vorträge zur Berliner Geschichte - Kunstgespräche – Gerhild Komander
31.07.2010
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KünstlerInnen in Berlin 

F. Albert Schwartz, Photograph

12. Januar 1836 - 4.  Mai 1906 Berlin  

Der Dokumentarphotograph F(erdinand) Albert Schwartz kam im Haus Friedrichstraße 165 zur Welt. Die Friedrichstraße blieb viele Jahre seine erste Adresse. Kein Wunder also, daß er den 1882 eröffneten Bahnhof in seinem Werbeplakat zum Hauptmotiv machte.

Nicht weit von seinem Geburtshaus, in der Friedrichstraße 185, erhielt er die Ausbildung zum Photographen, im Ateliers seines Onkels Heinrich Ferdinand Schwartz. In derselben Straße, Nummer 73 eröffnet er um 1860 sein erstes eigenes Atelier. Sieben Jahre später, 1867, zieht er in die Friedrichstraße 115, wechselt 1882 in die Louisenstraße 23, 1887 in die Bellevuestraße 22. 1902 zieht er mit seinem Atelier an den letzten Standort: Leipziger Straße 93. 1903 geht er in den Ruhestand, bezieht eine Wohnung in der Humboldtstraße 1, Halensee.

Zunächst bestand der große Teil seiner Arbeit in Auftragsphotographien für Firmen wie Tivoli-Brauereien, Borsig und Schwartzkopff. Dann wurde Schwartz zum Stadtphotographen wie Hermann Rückwardt und Albrecht Meydenbauer, die sich wie er um die Dokumentation des historischen Stadtbildes von Berlins verdient machten.

Seit 1874 stand Schwartz in engem Austausch mit dem Direktor des Märkischen Provinzialmuseums Ernst Friedel. Über Friedel gelang es Schwartz, gezielt die vom Abriss bedrohten historischen Gebäude der sich nach 1870 rasant wnselnden Stadt Berlin im städtsischen Auftrag zu dokumentieren.

Sein vermutlich etwa 5 000 Photographien umfassendes Werk ist zum größeren Teil seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen. Das Stadtmuseum Berlin bewahrt als Nachfolger des Märkischen Provinzialmuseums noch etwa 1 200 Bilder aus dem Atelier Schwartz. Eine große Zahl von Photographien besitzen auch das landesarchiv Berlin und die Staatsbibliothek PK.

F. Albert Schwartz war - wie sein Sohn Rudolf Albert, der das Geschäft bis 1920 weiter führte - engagiertes Mitglied im Verein für die Geschichte Berlins, für den er mehrere Vorträge hielt.


Literatur:

Ines Hahn, Gerd Heinemann u. a.: Camera Berolinensis. Das Berliner Album des Fotografen F. Albert Schwartz 1836-1906. Berlin: Nicolai 2006

Album des Fotografen F. Albert Schwartz 1836-1906. Berlin: Nicolai 2006

Berlin 1856 1896. Photographien von F. Albert Schwartz. Mit Bilderläuterungen von Hans-Werner Klünner und einer Einführung von Laurenz Demps, Berlin 1991

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- © gerhild komander 9/06 -

 
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