Gerhild Komander - Stadtführungen in Berlin und Potsdam - Vorträge Kunstgespräche

  Stadtführungen in Berlin und Potsdam - Vorträge zur Berliner Geschichte - Kunstgespräche – Gerhild Komander
Samstag, 4. Februar 2012
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Albrecht Markgraf von Brandenburg
Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches genannt Achilles


Albrecht Achilles, Johann Graf zu Lindau und Herr zu Ruppin sowie Boso Gans Herr zu Putlitz, Hohenzollernjahrbuch 1898
Kurfürst Albrecht Achilles, Johann Graf zu Lindau und Herr zu Ruppin sowie Boso Gans Herr zu Putlitz auf dem Schwanenordensaltar in St. Gumpert zu Ansbach, Kopie der Gruppe im Hohenzollernjahrbuch 1898

 

Albrecht Achilles (9. November 1414 Tangermünde - 11. März 1486 Frankfurt/Main), Bruder Friedrichs II. , folgte in der Reihe der brandenburgischen Kurfürsten, da Friedrich II. keine Söhne hinterließ. Er hatte sich in früheren Jahren als Heerführer des Kaisers und als Pilgerer einen Namen gemacht. Verheiratet war er in erster Ehe seit 1446 mit Margarete von Baden (1431 - 24. Oktober 1457 Ansbach), in zweiter seit 1458 mit Anna von Kursachsen (1436-1512).

Die Verwaltung Brandenburgs überließ er im wesentlichen seinem Sohn Johann, hielt sich in der Mark nur auf, wenn Land und Leute durch Krieg bedroht wurden, den er jedes Mal erfolgreich beendete, wie 1472 den Kampf gegen die Pommern. Doch beginnt mit Albrecht die Reihe der „guten Haushälter“: Er machte sich um eine mustergültige Finanzverwaltung verdient. Eine Gedenktafel für Albrecht Achilles mit der Großmeisterkette des Schwanenritterordens zeigt den Kurfürsten mit Johann Graf zu Lindau und Boso Gans zu Putlitz vom Schwanenordenaltar in St. Gumpert, Ansbach. Sie zeigt, daß der Adel Brandenburgs befriedet und integriert war. In Tangermünde steht heute noch der sogenannte „Gefängnisturm“, erbaut unter Albrecht Achilles

Albrecht bestimmte 1473 in der  „Dispositio Achillea“,  daß nicht mehr als drei Hohenzollern gleichzeitig regieren sollten - die schwäbischen Linien ausgenommen. Die fränkischen Lande teilte er in Ansbach und Bayreuth, die Mark sollte unteilbar bleiben.
Er starb am 11. März 1486 in Frankfurt/Main während der Königswahl und wurde in der Hohenzollerngrablege in der Klosterkirche Heilsbronn bestattet.


Literatur:
Günther Schuhmann: Die Hohenzollern-Grablegen in Heilsbronn und Ansbach, München und Zürich 1989.
Ernst Schubert: Albrecht Achilles, in: Fränkische Lebensbilder, Bd. 4, Würzburg 1971.
Johannes Schultze: Die Mark Brandenburg, Bd. 3, Berlin 1963.

- gk 11/06 -

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