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Die Mendelssohns
Fahrradtour durch Berlin zu den Orten der Familie Mendelssohn
Er war Jude und kam aus Dessau nach Berlin. Hier lehrte er seine Glaubensbrüder und -schwestern die deutsche Sprache, studierte als Autodidakt Philosophie und arbeitete im Kontor des Seidenfabrikanten Bernhard. Er war der Freund Lessings und Nicolais.
Moses Mendelssohn begründete die Mendelssohn-Familie, war der Großvater der berühmten Musiker-Geschwister Fanny und Felix und der Vater des Bankiers Joseph.
Vom alten jüdischen Friedhof in der Großen Hamburger Straße zum Bundesratsgebäude in der Leipziger Straße, wo das Elternhaus von Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy stand, führt die Fahrradtour an den Mendelssohn-Orten und den Stätten der Berliner Aufklärung vorbei.
1743 wanderte der 14jährige Jude Moses aus Dessau nach Berlin, lernte die deutsche Sprache, bildete sich fort und wurde Prokurist des Seidenhändlers Isaak Bernhard. Die Firma stand auf dem großen Platz ohne Namen vor der Marienkirche. Gleich um die Ecke befand sich das Wohnhaus, in das Moses und Fromet Mendelssohn zogen, in dem ihre Kinder Brendel, Joseph, Abraham und die anderen aufwuchsen.
Die Söhne Joseph und Abraham Mendelssohn etablierten das Bankhaus Mendelssohn, wanderten von der Spandauer Straße in die Burgstraße, kurzzeitig nach Hamburg, in die Poststraße und schließlich in die Jägerstraße, von wo aus sie das Unternehmen an die Spitze seiner Branche führten.
Die Tochter Brendel ist als Dorothea Schlegel und Schriftstellerin der Nachwelt bekannt. Sie brach mit allen Konventionen, trat nach ihrer Scheidung zum christlichen Glauben über und wohnte einige Jahre in der Neuen Promenade.
Fanny und Felix, die Enkelkinder Moses Mendelssohns, begründeten die musikalische Tradition der Familie. Neue Promenade, Markgrafenstraße und Leipziger Straße lauten die Adressen der wichtigsten Berliner Lebensorte. Felix Mendelssohn Bartholdy erfuhr als Komponist und Dirigent europaweit höchste Anerkennung. Fanny Hensel veranstaltete in ihrem Elternhaus in der Leipziger Straße die stadtbekannten, jedoch privaten Sonntagsmusiken.
Dauer: etwa zwei Stunden
Kosten: 150,00 Euro bis 20 Personen / 9,00 Euro pro Person bei öffentlicher Führung
Streckenlänge: etwa zehn Kilometer
Termine: nach Vereinbarung
Treffpunkt: Oranienburger Straße Ecke Tucholskystraße, vor dem S-Bahnhof Oranienburger Straße
Die Strecke
verläuft großenteils auf verkehrsärmeren, asphaltierten Straßen. Kopfsteinpflaster ist die Ausnahme und dort, wo es vorkommt, leidlich befahrbar. Wir werden uns darauf einstellen ...
Die Fahrräder
Das Fahrrad bringen Sie bitte selbst mit. Wenn Sie ein Fahrrad ausleihen möchten, haben Sie in Berlin viele Möglichkeiten, dies zu tun. Am günstigsten ist es, das Fahrrad für den ganzen Tag zu mieten. Die Preise sind sehr unterschiedlich und liegen zwischen 9,00 und 18,00 Euro. Bitte kümmern Sie sich bei Bedarf rechtzeitig darum. Ich bin Ihnen gern behilflich.
Haftung auf den Radtouren
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Fahrradtour tragen das allgemeine Risiko Selbst, das bei der Teilnahme am Straßenverkehr besteht. Für die Einhaltung der Vorschriften der Straßenverkehrsordnung und die technische Sicherheit ihrer Fahrräder sind sie deshalb selbst verantwortlich.
Texte und Bilder zu diesem Thema auf www.gerhildkomander.de
Texte und Bilder zu diesem Thema auf www.berliner-lindenblatt.de
- Lessing in Berlin
- Fanny Hensel auf Reisen (Rezension)
- Lessing, der Judenfreund (Rezension)
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