Gerhild Komander - Stadtführungen in Berlin und Potsdam - Vorträge Kunstgespräche

  Stadtführungen in Berlin und Potsdam - Vorträge zur Berliner Geschichte - Kunstgespräche – Gerhild Komander
11.03.2010
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Stadtführungen in Potsdam  Architekturführungen in Potsdam

Stadtführungen in Potsdam

Potsdam Stadt  Schloß Sanssouci  Stadtschloß Potsdam  Neuer Garten  Garnisonkirche  Holländisches Viertel  Nowawes  Babelsberg  Der Große Kurfürst  Friedrich I.  Friedrich Wilhelm I.  Soldatenkönig  Friedrich der Große  Andreas Schlüter  Philipp Gerlach  Jan Boumann  Georg Christian Unger  Carl von Gontard  Karl Friedrich Schinkel 

In vierzig Minuten bringt die S-Bahn (mit dem Regionalzug geht's noch schneller) die Neugierigen aus Berlin (Hauptbahnhof) nach Potsdam, die Schwesterstadt von Berlin. Potsdam hat allen Zerstörungen zum Trotz viel von seinem barocken Stadtbild bewahrt - ein Anblick, den man in Berlin weitgehend vergeblich sucht. Die Stadtführungen in Potsdam finden nur nach Vereinbarung statt. Bitte fragen Sie nach.


Stadtführungen in Potsdam: Die Stadt

Der Soldatenkönig baut Potsdam
Von der slawischen Burg zur Residenz des Soldatenkönigs

Stadtführunge Potsdam: An der Stelle der einstigen slawischen Burg steht heute ein Aussichtsturm am HaveluferPotsdam gilt als Stadt Friedrichs II., aber sein Vater Friedrich Wilhelm I. war der eigentliche Begründer der Stadt.

Vom Ort der verschwundenen slawischen Burg führt der Stadtrundgang über den Alten Markt mit dem wiedererrichteten Fortunaportal des Stadtschlosses zum barocken Stadtkanal und dem Glockenspiel der Garnisonkirche, dann über die Breite Straße zum Kiez an der Havelbucht.

Der Ort der slawischen Burg, weithin sichtbar durch den neuen Aussichtsturm, markiert die äußerste Ausdehnung der barocken Stadtausdehnung nach Westen im 18. Jahrhundert.

Seitdem der Stadtkanal teilweise wiederhergestellt wurde, fällt die Vorstellung leicht, sich an Potsdam als eine der schönsten Städte Europas zu erinnern, gerühmt wegen ihres niederländischen Flairs.

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Die Yorkstraße am wiederhergestellten Stadtkanal mit der Bebauung aus dem 18. JahrhundertPotsdam – Holland an der Havel

Friedrich Wilhelm I. förderte die Entwicklung der kurfürstlich-königlichen Residenz durch die Ansiedlung von niederländischen Handwerksmeistern. Am Stadtkanal ließ er repräsentative Wohnhäuser im Stil des norddeutschen Barock erbauen.

Ab 1732 errichtete der Amsterdamer Architekt Jan Boumann im Zuge der zweiten Stadterweiterung Wohnhäuser in niederländischer Bautradition.

Die Straßenzüge nördlich und westlich des Bassinplatzes blieben vor allem durch bürgerliches Engagement weitgehend erhalten.

Friedrich II. setzte den Siedlungsbau seines Vaters fort, und das Holländische Viertel in Potsdam entwickelte sich im 18. Jahrhundert zum Künstlerviertel. Den schweren Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit zum Trotz gilt Potsdam heute nicht nur seiner Schlösser wegen als reizvolles Reiseziel.

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Das friederizianische Potsdam. Vom Stadtschloß zum Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor in Potsdam: Ein Triumphbogen in der Art der römischen AntikeDer erste wichtige Bauherr Potsdams war König Friedrich Wilhelm I. Sein Sohn Friedrich II. beauftragte seinen Kavalierarchitekten Georg Wenceslaus von Knobelsdorff mit dem Umbau des Schlosses und einer neuen Anlage des Lustgartens.

Anderen Architekten übertrug er den weiteren Ausbau der Stadt. Zwischen 1740 und 1786 erhielten die Potsdamer Wohnbauten ein friederizianisches Gepräge, das seinerseits von verschiedenen Baustilen beeinflußt war.

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Nowawes, die Weberkolonie Friedrichs des Großen

1751 ließ Friedrich II. böhmische Weber und Spinner ansiedeln und ihnen durch Jan Boumann eine Pfarrkirche errichten. Nach dem Siebenjährigen Krieg zogen Deutsche und Schweizer hinzu.

Obwohl schon um 1800 die Weberei kaum noch Bedeutung hatte und die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts auch Potsdam und Umgebung nachhaltig veränderte, blieben zahlreiche Wohnhäuser der Siedler des 18. Jahrhunderts und die Kirche erhalten. Sie geben einen sehr interessanten Einblick in die Siedlungspolitik des Königs, die er auch in den „Berliner“ Dörfern betrieb.

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Stadtführungen in Potsdam: Die Schlösser und Gärten

Schloß und Garten Sanssouci

Vergoldete Frauenfigur am Chinesischen HausDas Weinbergschloß Sanssouci ließ Friedrich II. sich ab 1744 als Rückzugsort erbauen. Berlin, Charlottenburg und auch Potsdam waren ihm lange schon zu lärmend geworden. Ohne Sorgen hier zu leben, blieb allerdings ein unerfüllter Wunsch des Königs.

Schloß Sanssouci, die Terrassenanlagen, das Fontänenrondell, Bildergalerie und Neue Kammern plante Friedrich II. persönlich als ein Ensemble. Seine Bibliothek, der kreisrunde Raum im Osten des Schlosses, ließ er „comme à Rheinsberg“ gestalten. Die Erinnerung an sein dortiges Turmzimmer begleitete ihn sein Leben lang.

Der Garten, den Friedrich II. anlegen ließ, ist von den nachfolgenden Generationen stark verändert worden. Landschaftliche Elemente prägen den Garten seit Beginn des 19. Jahrhunderts.

Mit dem Chinesischen Haus, in dem sich der König mit seinem Freund Feldmarschall Keith traf, als jener die Stufen zum Schloß nicht mehr steigen konnte, fand eine phantasievolle Variante der Chinamode Eingang in den einstigen Rokokogarten.

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Der Neue Garten in Potsdam 

Stadtführung Potsdam: Haupthof im Schloß Cecilienhof mit dem Sowjetstern aus roten EisbegonienDer Neue Garten liegt zwischen Berliner und Nauener Vorstadt an den Havelbuchten am Heiligen See und Jungfernsee.

Die Vielfalt der Gartengestaltung und die Fülle seiner Bauten belegen die Suche der Künstler nach neuen Stilen und künstlerischen Zielen, die seit dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts in rascher Folge zahlreiche Stilvarianten aufeinanderfolgen ließ.

Gotische Bibliothek, holländische Bürgerhäuser, englisches Landhaus, ägyptische Sphinx, Landschaftsgarten und formaler Garten, das alles und mehr vereint sich in seltener Anmut in einer der schönsten Gartenanlagen Brandenburgs.

Im Schloß Cecilienhof tagte vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 die Potsdamer Konferenz. Truman, Stalin und Churchill - später Attlee - befanden hier über das Schicksal Deutschlands.


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