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Positionen der Moderne
Wohnungsbau der zwanziger und dreißiger Jahre in Berlin
Stadtführungen zur Berliner Architektur - Architekturführungen in Berlin
Berlin in den zwanziger Jahren: Hektische Betriebsamkeit, produktive Künstleravantgarde, hungernde und wohnungslose Menschen in der Hauptstadt der ersten deutschen Republik. Etwa dreieinhalb Millionen Menschen bevölkern die Stadt – etwa genauso viele wie heute. Der Mehrheit fehlen Arbeit, ausreichend Lebensmittel und eine gesunde Unterkunft.
Der Wohnungsbau wird zu einem der großen Vorhaben, das auch umgesetzt werden kann. An der Spitze seiner Ingenieure und Baumeister steht Bruno Taut, der innerhalb von sieben Jahren mehr als 10 000 Wohnungen errichtet: die Schillerparksiedlung im Wedding, die Wohnstadt Carl Legien in Prenzlauer Berg und andere mehr. Er wird zum Vorbild für Otto Rudolf Salvisberg, der die legendäre Weiße Stadt erbaut.
Die Wohnbauten der zwanziger Jahre in Berlin haben unter ästhetischen, sozialpolitischen und ökonomischen Aspekten einen außergewöhnlichen Stellenwert in der Berliner, deutschen und europäischen Architekturgeschichte. Deshalb widme ich mehrere Führungen diesen Bauten. Auf den Wegen gibt es zahlreiche Begegnungen mit Bauten anderer Jahrzehnte, auch der dreißiger Jahre.
Die Führungen zur Architektur der zwanziger und dreißiger Jahre im Überblick:
Sie können aus diesem Angebot auch Ihre ganz persönliche Architekturtour zusammenstellen. Es sind viele Kombinationen und Erweiterungen denkbar.
Ich plane gern für Sie und mit Ihnen.
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Wohnungsbau der fünfziger Jahre
Kein Bereich der Kunst wird so stark von der Politik geleitet und geprägt wie die Architektur. Die Berliner Bauten der fünfziger Jahre standen wie an keinem anderen Ort Mitteleuropas unter dem Eindruck des Kalten Krieges. Die Berliner Mauer war noch nicht gebaut, aber die Stadt längst in ideologische Interessenssphären aufgeteilt.
In West-Berlin sprach man von Wiederaufbau (der Stadt) und meinte Neubau (der Gebäude). In Ost-Berlin benutzte man analog den Begriff Aufbau für Neubau. Daran erinnern die vielen konkreten Skulpturen der Aufbauhelferinnen und -helfer. In den Westsektoren Berlins begründeten die Trümmerfrauen - unter denen auch Männern waren - einen Mythos.
Sowohl im Osten wie im Westen verabschiedeten sich Planer und Architekten - teils unfreiwillig - von den Vorstellungen, wie sie vor dem Zweiten Weltkrieg in der Idee der Gartenstadt als Stadtlandschaft verwirklicht worden waren. Der internationale Stil verstand Grün nur noch als Hintergrund der modernen, verkehrsgerechten Stadt. Der sozialistische Realismus verspottete die Gartenstadt als kleinbürgerlich und führte die totalitäre Monumentalität fort.
Anschauliche Ergebnisse dieser ideologischen Konkurrenz stellen das Hansaviertel in Tiergarten und die Stalinallee in Friedrichshain dar, die heute Karl-Marx-Allee und Frankfurter Allee heißt.
Die Führungen zur Architektur der fünfziger Jahre im Überblick:
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Wohnungsbau der sechziger und siebziger Jahre
17 000 Wohnungen plante der Berliner Senat Anfang der sechziger Jahre, um aus einer halblegalen Laubenkolonie ein Vorzeigeprojekt Westberliner Art zu machen. Schon im Jahr 1909 wies ein Bebauungsplan das Feuchtgebiet der Feldmark Rosenthal als Wohn- und Industriegebiet aus.
„Wer ein Haus bauen kann, kann auch eine Stadt bauen“, lautete das Motto des Bauleiters Werner Düttmann. Innerhalb von zwölf Jahren, zwischen 1963 und 1974 entstanden auf der Rosenthaler Feldmark auf 280 Hektar Land drei- bis 18-geschossige Wohnhäuser mit dem Märkischen Zentrum als Geschäfts-, Schul- und Kulturzentrum.
Die Gesamtplanung lag in den Händen von Hans Christian Müller und Georg Heinrichs, die vor allem am Senftenberger Ring bauten. Hochbauten von Oswalt Matthias Ungers stehen im Winkel von Eichhorster Weg und Wilhelmsruher Damm. Flachbauten, zu Ketten gefügt, erichtete Chen Kuen Lee - einer der wenigen Architekten, die selbst in einem ihrer (Miet-) Wohnbauten wohnten.
Sie können aus dem gesamten Angebot auch Ihre ganz persönliche Architekturtour zusammenstellen. Es sind viele Kombinationen und Erweiterungen denkbar.
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