Gerhild Komander - Stadtführungen in Berlin und Potsdam - Vorträge Kunstgespräche

  Stadtführungen in Berlin und Potsdam - Vorträge zur Berliner Geschichte - Kunstgespräche – Gerhild Komander
11.03.2010
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Frauen in Kunst und Geschichte

Die aktuellen Vorträge finden Sie im Kalender 


Frauengeschichte  Frauen in Berlin  Frauen am brandenburgischen Hof  Fürstinnen in Europa  Frauenbilder  Das Bild der Frau in der Kunst  Die Frau als relatives Wesen Berliner Geschichte 


Europa war eine Frau: Die Rückseite der griechischen Zwei-Euro-Münze zeigt Europa auf dem Stier reitend
Frauen in Berlin

Frauen am brandenburgischen Hof

Fürstinnen in Europa

Das Bild der Frau in der Kunst

Europa war eine Frau: Die griechische Zwei-Euro-Münze zeigt Europa auf dem Stier reitend.

 

Frauen in Berlin


Fanny Hensel - ein Frauenleben in BerlinPorträt Fanny Hensels von Wilhelm Hensel

Fanny Hensel, ein relatives Wesen: Schwester von Felix Mendelssohn Bartholdy, Enkelin von Moses Mendelssohn, Frau des Malers Wilhelm Hensel. Sie wurde in Hamburg unterm Michel (St. Michaeliskirche) geboren und verlebte den längsten Teil ihres Lebens in der Leipziger Straße 3. 

Eine Laufbahn als Musikerin blieb ihr verwehrt. Ein Ausbrechen aus diesen engen Grenzen, die man ihrem Leben setzte - wie es ihre Tante Dorothea Schlegel und Rahel Varnhagen getan hatten -, war ihre Sache nicht. Doch genoß Fanny Hensel gerade auf den ausgedehnten Reisen durch Italien die ungeteilte Anerkennung eines halböffentlichen Publikums und reflektierte die Situation ihres Geschlechts.

Die Topographie ihres Berliner Lebens, die Stätten ihres Lebens in Berlin, vom Hackeschen Markt bis zur Leipziger Straße, bilden den Schwerpunkt des Vortrags.


Schriftstellerinnen Künstlerinnen Revolutionärinnen. Frauen um Fanny Hensel

Die Biographien der Frauen, die Fanny Hensel (1805 - 1847) als Zeitgenossinnen erlebte, zeigen Möglichkeiten und Hindernisse weiblicher Lebensentwürfe an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Wie gingen die Frauen mit den ihnen gesetzten, engen Grenzen um?

In den Lebensläufen von Frauen wie Louise Aston, Amalie Beer, Henriette Hertz, Fanny Lewald, Dorothea Schlegel und Rahel Varnhagen spiegeln sich die Diskrepanz bürgerlichen Emanzipationswillens und geschlechtsspezifischer Realität.


Wenn Sie eines der Vortragsthemen in eine Sonderveranstaltung einbinden möchten, aus anderem Anlaß einen Vortrag buchen möchten, nehmen Sie bitte mit mir Kontakt auf. Wir vereinbaren dann Thema, Honorar und Termin. Aktuelle Vortragstermine finden Sie im Kalender. 

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Frauen am brandenburgischen Hof. Eine unendliche Geschichte ...

Was den einen als unendliche Geschichte erscheint, ist den anderen ein weitgehend unbekanntes Thema.
Wissen Sie wie viele Königinnen Preußen hatte? Elf.
Daß es drei Deutsche Kaiserinnen gab (die zugleich Königinnen waren)?
Und wie viele Kurfürstinnen und Markgräfinnen?

Ich habe sie gezählt.
In askanischer Zeit lebten zwanzig Frauen als Gemahlinnen und Markgräfinnen der Landesherren. Es waren sieben Kurfürstinnen in der Zeit, als Wittelsbacher und Luxemburger die Mark regierten. Sie stammten aus dem polnischen und ungarischen Königshaus, aus Slowenien, Pommern, Mecklenburg und Bayern.
Seit Antritt der Hohenzollern als Landesherren der Mark Brandenburg gab es 17 Kurfürstinnen. Hier führten die ehelichen Verbindungen nach Anhalt, Ansbach, Baden, Bayern, Dänemark, Liegnitz, Nassau-Oranien, zur Pfalz, nach Polen, Preußen (Herzogtum) und Schleswig-Holstein.
55 Frauen traten im Verlauf der achteinhalb Jahrhunderte währenden Geschichte der Mark Brandenburg ( seit 1157) an der Seite der Landesherren auf. Das im Jahr 2002 veröffentlichte Werk Brandenburgisches Biographisches Lexikon zählt vier davon auf: die Kurfürstinnen Elisabeth von Dänemark, Louise Henriette von Nassau-Oranien, Dorothea von Schleswig-Holstein-Glücksburg und Königin Sophie Charlotte. Königin Luise erscheint unter Friedrich Wilhelm III.
Ich habe mich deshalb mit diesen Themen beschäftigt, um mehr über den weißen Fleck in der brandenburgischen Geschichte zu erfahren.


Louise Henriette von Nassau-Oranien Kurfürstin von Brandenburg

Denkmal der Kurfürstin Louise Henriette im Schloßgarten zu OranienburgDie junge Niederländerin, die dem armen Kurfürsten von Brandenburg 1646 im Oude Hof im Haag das Ja-Wort gab und ihm in das vom Krieg verwüstete Land jenseits der Elbe folgte, stammte aus einer der reichsten und angesehensten Familien Europas.

Mit voller Kraft und ihrem Vermögen setzte sie sich für den Wiederaufbau des Landes ein. Ein eindruckvolles Zeugnis ihres Wirkens hat sich in Schloß und Stadt Oranienburg erhalten.

Als strenggläubige Calvinistin war Louise Henriette der festen Überzeugung, daß ihr soziales und politisches Wirken Ausdruck ihrer persönlichen Bestimmung sei. Ihrer Diplomatie verdankte Brandenburg die erneute Annäherung an Polen, ihren wirtschaftlichen Kenntnissen die Einführung moderner landwirtschaftlicher Methoden. Dafür zog sie zahlreiche Bauern und hochspezialisierte Handwerker ins Land.


Kurfürstin Dorothea, die Begründerin der Dorotheenstadt

Reliefbildnis Dorotheas, 1904 vom Kaiserpaar für die Dorotheenstädtische Kirche gestiftet Dorothea, die zweite Frau des Großen Kurfürsten, war ebenso lange mit dem Kurfürsten verheiratet wie die erste, Louise Henriette, gebar dem Gemahl gar mehr Kinder, begleitete ihn auf allen seinen Feldzügen, gründete eine Stadt, siedelte Flüchtlinge an, stiftete Kirchen, ein Predigerwitwenhaus, baute Schlösser und pflegte ihren Mann, als er müde und krank die letzten Lebensjahre verbrachte.

Es nützte ihr alles nichts: Sie bleibt vielen, die nicht genug von ihr wissen, die böse Stiefmutter und die Kurfürstin, die nur an ihre Hausmacht, nicht aber an den Staat dachte.

Die Dorotheenstraße in Berlins Mitte trägt wieder den Namen der Kurfürstin und bezeichnet zugleich das Zentrum der einstigen Dorotheenstadt, die zwischen Spreebogen, Friedrichstraße, Unter den Linden und Brandenburger Tor entstand.


Sophie Charlotte die erste Königin in Preußen

Die Statue der Königin Sophie Charlotte am Charlottenburger TorDie einzige Tochter des Kurfürsten Ernst August von Hannover und seiner Gemahlin Sophie von der Pfalz heiratete 1684 mit 16 Jahren den Kurprinzen Friedrich von Brandenburg-Preußen. Vier Jahre später wurde Sophie Charlotte Kurfürstin, 1701 wurde sie in Königsberg zur ersten Königin in Preußen gekrönt. 

Als erste Königin in Preußen gestaltete sie auf unvergleichliche Weise das geistige und künstlerische Leben in ihrer Residenz Lietzenburg und versuchte Einfluß auf die Innen- und Außenpolitik des Landes zu nehmen.

Ihr früher Tod 1705 in Hannover vergrößerte ihren Ruf als philosophierende und musizierende Königin. Die Heimführung des Leichnams deutete ihr Gemahl König Friedrich I. als Manifestation der preußischen Krone. Das Dorf Lützow erhielt ihr zu Ehren die Stadtrechte und ihren Namen: Charlottenburg. 


Ein Asyl für die Künste – Sophie Dorothea und das Schloß Monbijou

Man kennt sie vor allem als Königsmutter, als Mutter des berühmten Friedrich II.. Sophie Dorothea, Prinzessin aus dem Hause Hannover, betrieb energisch ihre eigenen Pläne zur Verheiratung der ältesten Kinder, mit schwerwiegenden Konsequenzen für beide.

Mit dem Ausbau des ehemals Wartenbergschen Lustschlößchens am Ufer der Spree sicherte sie so manchen Künstler das Auskommen, da der König, Friedrich Wilhelm I. - besser bekannt als der Soldatenkönig -, die bildenden Künste nicht eben schätzte.


Wilhelmine Markgräfin von Bayreuth

Die Statue Wilhelmines im Freundschaftstempel zu SanssouciEine schwierige Gestalt war sie, die Lieblingsschwester des großen Königs. Selten gab es eine derartig intensive emotionale und geistige Verwandtschaft unter Königskindern. Ihr Leben lang wünschte sich Wilhelmine fort aus Bayreuth an die Seite des Bruders nach Potsdam.

Als Kompensation dieses unerfüllten Wunsches ist ihre vielseitige künstlerische Tätigkeit am Bayreuther Hof, der Ausbau der empfindsamen Schlösser und Gärten zu werten, als Konkurrenz teilweise auch, die sie dem Bruder gegenüber empfand.

Wilhelmine schuf ein Garten- und Schlösserrreich im Übergang vom Rokoko zur Empfindsamkeit, das ganz und gar von ihrem persönlichen Empfinden als aus der Heimat verbannter Tochter entsprang.


Elisabeth Christine, eine Königin in Preußen

Eigenhändige Unterschrift Elisabeth ChristinesEs war eine der gewöhnlichen verabredeten politischen Heiraten und doch eine der besonders seltsamen Ehen, die Kronprinz Friedrich und Elisabeth von Braunschweig-Bevern schlossen. Den unbeschwerten Tagen in Rheinsberg folgte in Berlin schnell die Ernüchterung. Friedrich der Große verwies seine Frau nach Schönhausen und zog nach Sanssouci.

In ihrem Schloß widmete sich Elisabeth Christine der Wohlfahrtspflege und der Übersetzung christlicher Schriften aus dem Französischen.

Die weitreichenden diplomatischen Dienste, die sie ihm erwies, und die doch königlichen Pflichten, die er ihr auferlegte, bleiben ebenso wie ihr umfangreiches schriftstellerisches Werk bis heute weitgehend unbeachtet.


Luise, Porträts (!) einer Königin

Ausschnitt aus dem Porträt der Königin Luise von Félicité TassaertEs ist wichtig, sich an das Leben und Wirken Luises zu erinnern, weil sie Zeugin eines der wichtigsten Kapitel Berliner, brandenburgischer und deutscher Geschichte wurde und den weiblichen Anteil an der Geschichte wesentlich bereichert.

Luise, die Königin, wurde zum einzigen weiblichen Helden, den die brandenburgisch-preußische Geschichte kennt. Ihr Mut und ihr Einsatz in den Napoleonischen Kriegen brachten ihr die größte Bewunderung der Bevölkerung ein. 

In diesem Vortrag steht ihr Bildnis im Vordergrund - im doppelten Sinne:
Die wesentlichen Aspekte dieser Persönlichkeit der brandenburgisch-preußischen Geschichte, die noch heute aktuelle Fragen aufwerfen, sind die der historischen Urteile über die Königin und die ihrer bildlichen Darstellung.


Charlotte Prinzessin von Preußen – Zarin aller Reußen

Der Weg zum Zarenthron war ihr nicht vorgezeichnet, doch abwegig war er nicht. Seit dem Widerstand gegen die napoleonische Besetzung Europas gab es enge Kontakte zwischen den Herrscherfamilien in St. Petersburg und Berlin. Charlotte, die älteste Tochter der Königin Luise, heiratete den jüngeren Bruder des hoch verehrten Zaren Alexander I. und folgte ihm achtzehnjährig nach Rußland.


Elisabeth von Bayern - eine bayerische Prinzessin auf dem preußischen Thron

1823 heiratete die katholische Prinzessin den ältesten Sohn der wohl populärsten Königin und Mutter in der Geschichte des 19. Jahrhunderts, den preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm, Sohn der Königin Luise, der 1840 als Friedrich Wilhelm IV. den Thron bestieg. Aufgewachsen in einer Atmosphäre religiöser Toleranz rang Elisabeth viele Jahre schwer mit ihrem Gewissen, um das vom preußischen Scvhwiegervater erzwungene Eheversprechen einzulösen, den Übertritt zum evangelischen Glauben.


Der politische Einfluß der preußischen Königinnen

Konnte eine preußische Königin politischen Einfluß ausüben? Von Sophie Charlotte, der ersten Königin bis hin zu Auguste Viktoria, die zugleich letzte Deutsche Kaiserin war, boten sich vielfältige Möglichkeiten, abhängig vom ehelichen Verhältnis und der Klugheit der Frauen.
Die grundsätzlichen Möglichkeiten politischer Einflußnahme der Königinnen in Preußen haben sich von der Zeit Sophie Charlottes bis in die Tage der Kaiserin Auguste Victoria nicht verändert. Vom Ende des 17. Jahrhunderts bis in den Anfang des 20. Jahrhunderts  blieb das Frauenbild in den Grundzügen das gleiche und - davon abhängig - der Spielraum der Königinnen, die Politik in Preußen mit zu gestalten.
Zeigten die Frauen politischen Ehrgeiz - ganz gleich in welchem Bereich - so waren sie völlig auf das Wohlwollen des Gatten und die Übereinstimmung der eigenen mit seinen Vorstellungen angewiesen.
Nur dort, wo ein schwacher oder ein geschwächter König und besondere außenpolitische Umstände zusammentrafen, konnte die Königin politischen Einfluß ausüben, im Bündnis mit der Bevölkerung sogar von enormer Tragweite und lang anhaltender Wirkung.


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Fürstinnen in Europa


Maria Theresia - eine Frau auf dem Habsburger Thron

Solange Kaiser Karl VI. noch auf die Geburt eines Thronerben hoffen konnte, standen seine Töchter im Hintergrund. Das erklärt, warum wir über die Kindheit Maria Theresias so wenig wissen. Sie genoß eine unbeschwerte Kindheit, war ein schönes Kind, anmutig, ehrlich, großherzig, mit feurigem Temperament. Sie wurde durch Jesuiten unterrichtet. Religion, Geschichte, Sprachen, Kunst, Musik und Tanz gehörten dazu. Maria Theresia lernte ein ausgezeichnetes Latein, das ihr später zugute kam, da es Amtssprache in Ungarn war. Sie sprach fließend französisch, deutsch im Wiener Dialekt.

Zu regieren hat sie nie gelernt und wehrte sich doch gegen die Fürsten und Mächte Europas, die ihr das Erbe des Vaters, das Habsburgerreich streitig machen wollten. Den einen Teil verteidigte sie für sich selbst, den zweiten Teil für ihren Gemahl und später den Sohn, den dritten verlor sie an den preußischen König. Friedrich II. wurde „der Große“, Maria Theresia die wichtigste Frau in seinem Leben.
 

Christina von Schweden: Eine Frau verwirrt Europa

Christina Königin von Schweden (1632-1689) gibt bis heute der Forschung Rätsel auf. Als sie sechs Jahre alt ist, stirbt ihr Vater, Gustav II. Adolf, der in den protestantischen Ländern Europas als „Retter der Reformation“ gilt. Ihr Nachfolgerecht ficht niemand an. Sorgsam erzogen „wie ein Mann“, wird sie mit 18 Jahren zur Königin gekrönt und drängt erfolgreich auf ein friedliches Ende des Dreißigjährigen Krieges. Sie weigert sich zu heiraten, tritt die Krone an Ihren Vetter ab, konvertiert vom lutherischen zum katholischen Glauben und geht nach Rom. Warum? Der Vortrag stellt anhand neuer Literatur die möglichen Antworten im biographischen Zusammenhang vor.


Fürstinnen in Europa – eine Vortragsreihe

Wie Patricia Fara durch ihre Beschäftigung mit den Naturwissenschaftlern im Zeitalter der Aufklärung die These widerlegte, die Welt der Aufklärung sei eine männliche Domäne gewesen (Pandora’s Breeches, London 2005), habe ich durch meine Arbeit in der Geschichte und Kunstgeschichte festgestellt, daß die weibliche Hälfte dieser Geschichte nicht nicht vorhanden ist, sondern bloß ignoriert wird.

Deshalb beginnt die sechsteilige Vortragsreihe mit dem Kapitel "Heiratspolitik und Landerwerb". Weitere Vorträge behandeln selbstregierende Fürstinnen, Vertreterinnen der Macht, loyale Gattinnen und Frauen ohne Macht.


Starke Frauen an der Macht:

Die Ruinen des Schlosses zu Zerbst, in dem Katharina II. einen Teil ihrer Jugend verlebte.Christine, Elisabeth, Katharina, Maria Theresia

Biographische und kulturgeschichtliche Vorträge über:

Elisabeth I. von England
Katharina Zarin von Rußland
Christine Königin von Schweden
Maria Theresia Erzherzogin von Österreich Königin von Ungarn und Böhmen

In der Rubrik England finden Sie weitere Vorträge zur Frauengeschichte:
Frauen um Shakespeare und die Gärten in Stratfort-upon-Avon
Vita Sackville-West und ihr Garten in Sissinghurst
Die englischen Königinnen


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Frauenbilder


Das Bild der Frau in der KunstBrunnen der Mutter Natur in der Villa d'Este von Giglio della Vellita - in Anlehnung an die Diana von Ephesos

Das Bild der Frau ist fester Bestandteil der Kunst und Kunstgeschichte.
Von relativer Freiheit in der Darstellung als Lebensquell gerät die Frau, geraten Abbild und Ideal in Abhängigkeit von den Wandlungen der religiösen, moralischen und ästhetischen Vorstellungen in fünf Jahrtausenden Kunstgeschichte – beginnend in den Frühen Hochkulturen Vorderasiens und Ägyptens.

Frauen waren seit der Antike in der Kunst allgegenwärtig, insbesondere in politischen Bereichen. Warum? Sie begegnen als Motiv der Kunst in der Funktion von Sinnbildern, nicht als Individuen. Weibliche Figuren symbolisieren Fruchtbarkeit, Wachstum.

Kraftvolle Frauenfiguren lagern als Personifikationen der Flüsse Weichsel, Oder, Donau und Rhein am Neptunbrunnen neben der Marienkirche

Ob Geschichte oder Literatur, Architektur oder Ingenieurkunst, Demokratie oder Freiheit, Berolina oder Europa, diese Begriffe haben nicht nur einen weiblichen Artikel, sondern werden auch als weibliche Wesen dargestellt. Staaten, Länder, Flüsse werden - von wenigen Ausnahmen abgesehen - weiblich bezeichnet.

Im gegenwärtigen öffentlichen Stadtraum, im Stadtbild, öffentliche Gebäude eingeschlossen, sieht das anders aus. Sinnbilder – im Sinne verbindlicher Darstellungen, die die Mehrheit der gebildeten Bevölkerung zu lesen versteht - spielen in unserer Gegenwart keine Rolle mehr. Die aus vergangenen Zeiten überkommenen Bilder und Skulpturen werden nur in geringem Maße wahrgenommen. Die Frau hat ihren Platz im öffentlichen Raum verloren?


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