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Paddenpuhl und Weiße Stadt
Siedlungsbau der zwanziger Jahre im Berliner Norden
Architekturführung im Weltkulturerbe Berlin
Wer vermutet Neue Sachlichkeit und Expressionismus so dicht beieinander - und dann in einem Stadtteil Berlins, der bis 1920 zu den Vororten zählte?
Nahe der weltbekannten Siedlung Weiße Stadt liegt die nahezu unbekannte Siedlung Paddenpuhl östlich der Residenzstraße. Ihre schokoladenbraunen Fassaden bilden einen starken Kontrast zum blendenden Weiß der Siedlung an der Aroser Allee.
Zwischen 1925 und 1930 wuchs die Bevölkerung der Gemeinde Reinickendorf um etwa 23 000 Menschen. Sie brauchten dringend Wohnungen. Der Städtebauwettbewerb von 1909/10 für Groß-Berlin schloß Reinickendorf mit ein. Die Planung von Hermann Jansen vor dem Ersten Weltkrieg nahm die radialen Grünzüge Martin Wagners vorweg. Die Pläne konnten jedoch erst nach dem Krieg umgesetzt werden.
1927 begann der Architekt Fritz Beyer mit der Ausführung der Siedlung Paddenpuhl zu beiden Seiten der Klemkestraße. Der expressionistische Zitatenschatz und die landschaftliche Gestaltung der großzügigen Grünräume machen die Siedlung zu einer Besonderheit in Berlin. Die Gartenanlagen plante Erwin Barth.
Berühmt über die Grenzen Berlins hinaus ist die Weiße Stadt. Otto Rudolf Salvisberg plante die Gesamtanlage und führte die Wohnblöcke mit Wilhelm Büning und Bruno Ahrends aus. Für die Freiraumplanung zeichnete Ludwig Lesser verantwortlich.
In ihrer Art nicht radikal, aber modern, zählt die Weiße Stadt zu den architektonischen Favoriten der Architekturbegeisterten in Berlin.
Dauer: etwa zweieinhalb Stunden
Kosten: 150,00 Euro für eine Gruppe bis 20 Personen / 9,00 Euro pro Person bei öffentlichem Termin
Termine: nach Vereinbarung
Treffpunkt: U-Bahnhof Residenzstraße Ausgang Paddenpuhl
Texte und Bilder zu diesem Thema auf www.gerhildkomander.de
Texte und Bilder zu diesem Thema auf www.berliner-lindenblatt.de
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