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Durch die Spandauer Vorstadt. Alt-Berlin und neues Leben
Stadtführung in Mitte
Nächster Termin: 19. Juni 2010, 11.00 Uhr
Wer sie vor zehn Jahren zuletzt sah, wird sie kaum wieder erkennen: Die Spandauer Vorstadt schient jährlich ihr Gesicht zu wechseln - und das auf historischem Boden.
Die Spandauer Vorstadt gehört zu den frühen Stadterweiterungen Berlins. Aus dem Vorwerk, das Kurfürstin Louise Henriette bewirtschaftete, und dem königlichen Lustschloß Monbijou wurde der Monbijou-Park.
Der erste Friedhof der Berliner jüdischen Gemeinde (1672) zog Einrichtungen der Wohlfahrtspflege nach sich. Das jüdische Altersheim zog in die Große Hamburger Straße, später auch die Jüdische Knabenschule, jetzt ein jüdisches Gymnasium. Die Gräber der berühmtesten Mitglieder der Jüdischen Gemeinde befanden sich hier, bis zur Zerstörung des Friedhofs 1943 durch SS-Männer. Das Grab Moses Mendelssohns ist an seinem vermuteten Standort kenntlich gemacht.
Anfang des 18. Jahrhunderts war die Bevölkerung bereits so zahlreich, daß 1712 der Grundstein für die Sophienkirche gelegt wurde. Ihr Turm ist der einzige von ehemals acht barocken Kirchtürmen.
Die Sommergärten der Berliner Bürger und die Vergnügungslokale, die seit dem 18. Jahrhundert an der Oranienburger Straße entstanden, finden einen Nachhall in den Gaststätten unserer Gegenwart. Der teifgreifende Wandel von der Landhausidylle des beginnenden 18. Jahrhunderts zur lebhaften, dann überfüllten und verarmenden Vorstadt ist in diesem wenig zerstörten Stadtteil eindrucksvoll nachvollziehbar.
Dauer: etwa zwei Stunden
Kosten: 150,00 Euro für eine Gruppe bis 20 Personen / 9,00 Euro pro Person bei öffentlichem Termin
Termine: nach Vereinbarung
Treffpunkt: Neue Promenade Ecke An der Spandauer Brücke, Hackescher Markt, und nach Vereinbarung
Texte und Bilder zu diesem Thema auf www.gerhildkomander.de
- Kurfürstin Louise Henriette
- Philipp Gerlach
- Johann Friedrich Grael
Texte und Bilder zu diesem Thema auf www.berliner-lindenblatt.de
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