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Kurfürstliche Toleranz, kaiserliches Vergnügen: Die Dorotheenstadt
Stadtführung in der Mitte Berlins
1674 begründeten Kurfürst Friedrich Wilhelm und Kurfürstin Dorothea die Neustadt außerhalb der Festungsmauern.
Ihre pragmatischen Fähigkeiten, vornehmlich wirtschaftlicher Natur, setzte Dorothea zur Erschließung der Ländereien ein, die ihr Mann ihr 1670 übertragen hatte. Die Übertragung umfaßte das Vorwerk vor dem Spandauer Tor mit einer Schäferei, einer Ziegelei, einigen Buden und den Krug, ein vor den Toren der Stadt gelegenes Wirtshaus, und das Vorwerk Tiergarten. Hier entstand die Dorotheenstadt. Beide Vorwerke erhielt Dorothea auf Lebenszeit.
Das Gebiet der kleinen Stadt, sie umfaßte 43 Hektar, erstreckte sich zunächst nördlich der Linden zwischen Festungsgraben und heutiger Schadowstraße. 1681 wurde ein Streifen bis zur Behrenstraße eingegliedert.
Sie hieß zuerst Vorstadt vor dem Tor des Friedrichswerder oder kurz Neustadt.
1681 erhielt sie den Namen ihrer Gründerin, Dorotheenstadt. Mit der Dorotheenstädtischen Kirche ließ Dorothea ab 1687 von Rutger van Langeveld und Michel Matthias Smids den ersten protestantischen Kirchenneubau errichten, an der Kreuzung von Neustädtischer Kirchstraße, Dorotheenstraße und Mittelstraße – heute ist dort der Parkplatz vor der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika.
Der im 18. Jahrhundert beginnende, zügige Ausbau Berlins, das rasante Wachstum der Stadt im 19. Jahrhundert verwischten die Grenzen und integrierten die Dorotheenstadt in die Residenzstadt Berlin. An ihren eigenständigen städtischen Ursprung erinnert heute – wieder – die Dorotheenstraße.
Dauer: etwa zwei Stunden
Kosten: 150,00 Euro für eine Gruppe bis 20 Personen / 9,00 Euro pro Person bei öffentlichem Termin
Termine: nach Vereinbarung
Treffpunkt: nach Vereinbarung
Texte und Bilder zu diesem Thema auf www.gerhildkomander.de
- Kurfürstin Dorothea
- Kurfürst Friedrich Wilhelm
- Michel Matthias Smids
Texte und Bilder zu diesem Thema auf www.berliner-lindenblatt.de
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