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50 Jahre Berliner Mauer 1961-2011
Weggemacht. Republikflucht in der Schönholzer Heide
Stadtführung vom Wedding über Schönholz nach Wilhelmsruh
Februar 1962. Auf dem Bahnsteig des Bahnhofs Wollankstraße gibt es eine Pressekonferenz des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrats der DDR. Der Pressetext zu den Pressephotos lautet:
"Gefährliche Provokation an der Staatsgrenze der DDR - Durch Agentenschleuse Eisenbahnverkehr aufs äußerste gefährdet. Ein neues eklatantes Beispiel für die friedensgefährdende Rolle der Westberliner Frontstadt-Politik ist am 1.2.1962 auf einer internationalen Pressekonferenz in Berlin enthüllt worden.
Vor in- und ausländischen Journalisten, darunter Vertretern westdeutscher Zeitungen informierte der Minister für Verkehrswesen der DDR, Erwin Kramer, auf dem Gelände des S-Bahnhofes Wollankstraße über die ungeheuerliche Tatsache, daß Westberliner Banditen unter gröbster Verletzung der Staatsgrenze der DDR durch die Gewölbe dieses Bahnhofes ein Stollensystem vorgetrieben haben. Durch die Anlage dieses Stollensystems sollten Agenten und Diversanten von Westberlin in das Gebiet der DDR eingeschleust werden."
Studenten (?) hatten einen Tunnel zum Bahnsteig hoch gegraben, aber die Decke brach ein, der Tunnel wurde entdeckt. Ein Versuch, Fluchten aus der DDR zu organisieren, war gescheitert. Weitere Versuche waren erfolgreich, zum Beispiel auf dem Städtischen Friedhof am Güterbahnhof, wo die "Agenten West-Berlins" die Staatsgrenze der DDR verletzten.
Der Mauerspaziergang führt zum Bürgerpark, über den Städtischen Friedhof Pankow, vorbei an der Schönholzer Heide zum Sowjetischen Ehrenmal und endet am S-Bahnhof Wilhemsruh.
Dauer: etwa zwei Stunden
Kosten: 150,00 Euro für eine Gruppe bis 20 Personen / 9,00 Euro pro Person bei öffentlichem Termin
Termine: nach Vereinbarung
Treffpunkt: Wollankstraße Ecke Schulzestraße, am S-Bahnhof Wollankstraße

Texte und Bilder zu diesem Thema auf www.gerhildkomander.de
- Stadtführung Berliner Mauer. Geschichte(n) in der Bernauer Straße
Texte und Bilder zu diesem Thema auf www.berliner-lindenblatt.de
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