Gerhild Komander - Stadtführungen in Berlin und Potsdam - Vorträge Kunstgespräche

  Stadtführungen in Berlin und Potsdam - Vorträge zur Berliner Geschichte - Kunstgespräche – Gerhild Komander
Samstag, 4. Februar 2012
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Leben in der Ackerstraße

Von der Mitte in den tiefen Wedding 

Stadtführung im Wedding

Nächster Termin: Sonntag, den 18. März 2012, 12 Uhr 

Der verlassene Raum - Installation auf dem Koppenplatz an der AckerstraßeDie Ackerstraße beginnt am Koppenplatz, Mitte, und endet an der Schwindsuchtbrücke, Wedding. Wer sie entlang spaziert, überwindet – gedanklich – zwei Mauern: zuerst die Stadtmauer von 1737, dann die Berliner Mauer von 1961, die zugleich Bezirksgrenze zwischen Mitte und dem Wedding war.

Zwischen Ackerstraße und Gartenstraße legte Friedrich II. Mitte des 18. Jahrhunderts Kolonien für Gärtner- und Handwerkerfamilien an.

Unterstützt durch den Bau des Stettiner Bahnhofs (Nordbahnhof) etablierte sich im „tiefen Wedding“ die Metall- und Maschinenbauindustrie. Hier baute Hans Fallada seine Bühne auf für den Roman „Ein Mann will nach oben“.

Vom Koppenplatz in Mitte, an dessen Stelle sich einst ein Armenfriedhof vor der Stadtmauer befand, führt der Weg über die Linien- und Torstraße hinweg in den Wedding hinein. An der Bernauer Straße ist die einstige Bezirksgrenze und die Berliner Mauer erreicht
.

AckerstraßenbalkonNördlich der Bernauer Straße liegt zwischen Gartenstraße und Schwedter Straße (Prenzlauer Berg) das einst größte innerstädtische Sanierungsgebiet Europas. Hier ließ der Berliner Senat in den siebziger und achtziger Jahren flächendeckend Wohnhäuser, die sich um das AEG-Gelände versammelt hatten, abreißen und neu bauen.

Zwischen 1878 und 1910 gab es in den Häusern und Höfen der Ackerstraße 77 verschiedene Gewerbe und Kleinbetriebe. Fast alle sind mit der Kahlschlagsanierung verschwunden.

In symmetrischer Ausrichtung zum ältesten Gebäude der AEG öffnet sich der Gartenplatz, einst die letzte öffentliche Hinrichtungsstätte der Stadt Berlin. Deshalb hieß der Platz bis 1865 Galgenplatz. Am Ende der Ackerstraße steht das Haus Nr. 94, ein spätes Kolonistenhaus, Ende des 19. Jahrhunderts aufgestockt, und harrt der Dinge.


Das Beamtentor der AEG in der BrunnenstraßeDauer: etwa zwei Stunden

Kosten: 150,00 Euro für eine Gruppe bis 20 Personen / 9,00 Euro pro Person bei öffentlichem Termin 

Termine: nach Vereinbarung

Treffpunkt: nach Vereinbarung

 

Ernst-Reuter-SiedlungSchrippenskulptur für die Schrippenkirche von Michael Spengler


Das letzte Kolonistenhaus Ackerstraße 94        Ackerstraße Ecke Max-Urich-Straße

Texte und Bilder zu diesem Thema auf www.gerhildkomander.de

Texte und Bilder zu diesem Thema auf www.berliner-lindenblatt.de

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