Gerhild Komander

| Nr. 6, Februar 2007 |

Berlin im Februar

Berliner Geschichte im Rückblick

1431 1. Februar Die Doppelstadt Berlin-Cölln schließt ein Schutzbündnis zur Wahrung ihrer städtischen Rechte und gegen das Raubwesen mit Frankfurt /O. und Alt- und Neustadt Brandenburg.
1620 16. Februar Friedrich Wilhelm der Große Kurfürst wird geboren.

1740

25. Februar Die erste Ausgabe der „Königlich Privilegierten Berlinischen Zeitung" erscheint.

1747

21. Februar Friedrich II. erläßt das Rathäußliche Reglement und beseitigt damit die städtische Selbständigkeit. Stadtpräsident wird Karl David Kircheisen.
1809

20. Februar Wilhelm von Humboldt wird als Staatsrat in das preußische Ministerium nach Berlin berufen.

1816

11. Februar Ernst Theodor Amandus Litfaß wird geboren.
20. Februar Johann Erich Biester, Bibliothekar und Herausgeber der „Berlinischen Monatsschrift" stirbt.
1822 1. Februar Die Gesellschaft zur Beförderung des Christentums unter den Juden wird gegründet.

1870

20. Februar Der Maler Carl Wilhelm Gropius stirbt.
1902 5. Februar Die Juristin Hilde Benjamin wird geboren.

1924 16. Februar Gerichtsurteil gegen George Grosz: Der Künstler muss 6 000 Reichsmark Strafe zahlen für die Veröffentlichung seiner satirischen Graphikmappe „Ecce Homo".
1932 15. Februar Nach Angaben des Reichsarbeitsministeriums sind in Deutschland 6,127 Millionen Menschen arbeitslos. Ein Drittel aller ArbeitnehmerInnen ist ohne Beschäftigung.

1933 27. Februar Der Reichstag brennt. Direkt nach dem Brand erklärt Göring, der festgenommene Niederländer Marinus van der Lubbe habe im Auftrag der KPD das Feuer gelegt. Es folgen zahlreiche politisch motivierte Verhaftungen. Vor allem Mitglieder der KPD und Juden werden verfolgt.
1936 6. Februar Reichskanzler Adolf Hitler eröffnet die IV. Olympischen Winterspiele, nicht in Berlin, sondern in Garmisch-Partenkirchen.

1943 18. Februar In einer Rede im Berliner Sportpalast verkündet Propaganda-minister Joseph Goebbels den „Totalen Krieg". Seine Rede findet Beifall.
1945 3. Februar Bei einem amerikanischen Luftangriff kommen in Berlin 22 000 Menschen ums Leben, unter ihnen Roland Freisler, Präsident des Volksgerichtshofs in der Bellevuestraße nahe des Potsdamer Platzes.

1963 17. Februar Die Berliner SPD erreicht mit Willy Brandt an der Spitze bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus 61,0 Prozent der Zweitstimmen und alle achtzig Direktmandate.
1979 2. bis 5. Februar Der Weltfriedensrat verleiht Ost-Berlin im Palast der Republik die Ehrenbezeichnung „Stadt des Friedens".

2000 5. Februar Das Projekt der Transrapidstrecke Berlin-Hamburg wird wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit aufgegeben.

LeserInnen, die diesen Text gelesen haben, haben auch die Retrospektive Berlin im November gelesen.

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- © gerhild komander 2/07 -

Berlin im Blick

Berliner Geschichte

1319 Die Doppelstadt Berlin-Cölln erwirbt Rosenfelde (Friedrichsfelde).
Cölln wird in allen geistlichen und kirchlichen Angelegenheiten der Propstei von Berlin unterstellt.
Erste urkundliche Erwähnung der Stadtmauer und von Heinersdorf
Der letzte Askanier, Markgraf Woldemar, stirbt ohne männlichen Erben. Markgräfin Agnes, seine Witwe, kommt mit dem Vormund Herzog Rudolf von Sachsen zur Huldigung nach Berlin-Cölln.

1369 Berlin erwirbt das landesherrliche Münzregal.

1619 12. November Kurfürst Johann Sigismund legt die Regierung nieder.
Georg Wilhelm wird Kurfürst.

1669 Paul Gerhardt verläßt Berlin.
Der Packhof auf dem Friedrichswerder wird erbaut.
Willem Frederik van Royen wird kurfürstlicher Hofmaler

1719 Die Volkszählung stellt 64 000 EinwohnerInnen in Berlin fest.
Johann Sigisbert Ebert erbaut eine Wasserleitung für das Schloß.
Martin Heinrich Böhme erbaut das Schloß Friedrichsfelde.

1769 Friedrich Nicolai gibt seine „Beschreibung der Königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam" heraus.
Die Pockenimpfung wird eingeführt.
Johann Christian Kleemeyer eröffnet eine Uhrmacherwerkstatt und baut Flötenuhren.

1919 5. Januar Januaraufstand

15. Januar Ermordung der Mitbegründer der KPD Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch Angehörige der Garde-Schützen-Kavallerie-Division

19. Januar Wahl zur Deutschen Nationalversammlung
Frauenwahlrecht: Erstmals dürfen sich die Frauen im Deutschen Reich an einer Wahl beteiligen.

28. Juni Unterzeichnung des Friedensvertrags durch Reichsaußenminister Hermann Müller (SPD) und Verkehrsminister Johannes Bell (Zentrum) für das Deutsche Reich im Spiegelsaal des Versailler Schlosses

 

 

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