Gerhild Komander

| Nr. 1, September 2006 |

Berlin am 9. September

Berliner Geschichte im Rückblick

1736

Der Konsistorialrat Roloff weiht die Kirche in Buch ein.
1777 Friedrich Anton Freiherr von Heinitz erhält die Ernennung zum Minister und Oberberghauptmann und tritt damit an die Spitze des preußischen Berg- und Hüttenwesens.
1829 Eine Verordnung untersagt bei Androhung von Geld- bzw. Gefängnisstrafe, auf Straßen und in öffentlichen Passagen Drachen steigen zu lassen.
1880

Der dritte Friedhof der Berliner Jüdischen Gemeinde wird auf einer 40 Hektar großen Fläche an der heutigen Herbert-Baum-Straße in Weißensee eingeweiht.
1899

Ein Damen-Skatklub konstituiert sich in einem Restaurant am Gesundbrunnen. Als Mitglieder waren nur verheiratete, verwitwete oder geschiedene Frauen zugelassen, als Skatgetränk sollte »wirklich gebrautes Bier« genossen werden.
1907

Der Berliner Freibäder-Verein wählt Adalbert von Arnim zu seinem ersten Vorsitzenden.
1948

Auf dem Platz der Republik vor der Ruine des Reichstages (Tiergarten) versammeln sich 300 000 Menschen zu einer Kundgebung für die Freiheit Berlins. Stadtrat Ernst Reuter hält seine Rede an die „Völker der Welt".
1951

In der Hinrichtungsstätte in Plötzensee (Tiergarten) wird der Grundstein der Gedenkstätte für die mehr als 2 000 hier während des Nationalsozialismus hingerichteten Männer und Frauen gelegt. Die Urne der Gedenkstätte enthält Erde aus deutschen Konzentrationslagern.
1953

Die im Zweiten Weltkrieg beschädigte Synagoge in der Charlottenburger Pestalozzistraße wird nach ihrer Wiederherstellung wieder ihrer Bestimmung übergeben.
1963 Die vierzig Meter lange und 26 Meter breite Buschkrugbrücke über den Teltowkanal in Britz (Neukölln) wird dem Verkehr übergeben.
1973

Die ersten Lastkraftwagen aus West-Berlin transportieren Müll über die neuerbaute Durchfahrt durch die Berliner Mauer sowie die eingezäunte Straße zur Mülldeponie bei Groß-Ziethen.
1975

Aus dem Umkreis der terroristischen Bewegung 2. Juni werden Ralf Reinders, Fritz Teufel, Inge Viett, Juliane Plambeck und Gabriele Rollnick in Wohnungen in Steglitz und im Wedding unter dem Verdacht festgenommen, an der Entführung von Peter Lorenz beteiligt gewesen zu sein.
1994 Vom Flughafen Schönefeld aus verlassen die letzten russischen Soldaten mit einer IL 76 deutschen Boden.
1996 Der Berliner Aktionskünstler Ben Wagin wird mit dem Victor-Wendland- Ehrenring der Stiftung Naturschutz geehrt. Wagin erhielt den auch „Grünes Verdienstkreuz" genannten Preis für sein Engagement im Umweltschutz.
1998 Am Ernst-Reuter-Platz (Charlottenburg) werden die 41 Wasserfontänen des Brunnens offiziell wieder in Betrieb genommen. Der seit 1993 abgestellte Brunnen war über mehrere Monate von Grund auf saniert worden.

Am Lehrter Bahnhof (Tiergarten) wird auf dem Gelände des Lehrter Bahnhofs der Grundstein für den Berliner Hauptbahnhof gelegt.

An der Rosenstraße (Mitte) wird eine Gedenktafel zur Erinnerung an den erfolgreichen Protest von Frauen gegen die Verhaftung ihrer jüdischen Männer 1943 enthüllt.

Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth präsentiert Vertretern der Presse die nun fertiggestellte, innen begehbare Kuppel über dem Plenarsaal des Reichstags. Besonders beeindruckt zeigte sie sich vom Lichtumlenkelement und den Vorrichtungen zur Verschattung.
2006

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Die Erstausgabe des „Berliner Lindenblatt. Die Zeitung für Berliner Geschichte" wird zum Tag des offenen Denkmals verkauft.

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- © gerhild komander 9/06 -

Berlin im Blick

Berliner Geschichte

1319 Die Doppelstadt Berlin-Cölln erwirbt Rosenfelde (Friedrichsfelde).
Cölln wird in allen geistlichen und kirchlichen Angelegenheiten der Propstei von Berlin unterstellt.
Erste urkundliche Erwähnung der Stadtmauer und von Heinersdorf
Der letzte Askanier, Markgraf Woldemar, stirbt ohne männlichen Erben. Markgräfin Agnes, seine Witwe, kommt mit dem Vormund Herzog Rudolf von Sachsen zur Huldigung nach Berlin-Cölln.

1369 Berlin erwirbt das landesherrliche Münzregal.

1619 12. November Kurfürst Johann Sigismund legt die Regierung nieder.
Georg Wilhelm wird Kurfürst.

1669 Paul Gerhardt verläßt Berlin.
Der Packhof auf dem Friedrichswerder wird erbaut.
Willem Frederik van Royen wird kurfürstlicher Hofmaler

1719 Die Volkszählung stellt 64 000 EinwohnerInnen in Berlin fest.
Johann Sigisbert Ebert erbaut eine Wasserleitung für das Schloß.
Martin Heinrich Böhme erbaut das Schloß Friedrichsfelde.

1769 Friedrich Nicolai gibt seine „Beschreibung der Königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam" heraus.
Die Pockenimpfung wird eingeführt.
Johann Christian Kleemeyer eröffnet eine Uhrmacherwerkstatt und baut Flötenuhren.

1919 5. Januar Januaraufstand

15. Januar Ermordung der Mitbegründer der KPD Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch Angehörige der Garde-Schützen-Kavallerie-Division

19. Januar Wahl zur Deutschen Nationalversammlung
Frauenwahlrecht: Erstmals dürfen sich die Frauen im Deutschen Reich an einer Wahl beteiligen.

28. Juni Unterzeichnung des Friedensvertrags durch Reichsaußenminister Hermann Müller (SPD) und Verkehrsminister Johannes Bell (Zentrum) für das Deutsche Reich im Spiegelsaal des Versailler Schlosses

 

 

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