Gerhild Komander

| Nr. 3, November 2006 |

Berlin am 9. November

Berliner Geschichte im Rückblick

1918 Philipp Scheidemann erklärt um 14.00 Uhr vom Reichstag aus die Abdankung der kaiserlichen Regierung und ruft die demokratische Republik aus. Um 16.00 Uhr ruft Karl Liebknecht vom Portal V des Berliner Schlosses die sozialistische Republik aus.
1923

München | Der Putschversuch Adolf Hitlers und Erich Ludendorffs endet im Feuer der Polizei an der Münchner Feldherrenhalle. Die NSDAP wird reichsweit verboten. Hitler erhält Festungshaft. Am 9.11.1925 gründet die NSDAP die Schutzstaffel SS.
1938

Die Regierung nimmt die Erschießung des Botschafters in Paris durch den 17jährigen Herschel Grynszpan zum Vorwand, Synagogen und Geschäfte Deutscher jüdischen Glaubens durch SS und SA zu zerstören. Die Pogromnacht wird von den Nationalsozialisten als „Reichskristallnacht" verhöhnt.
1989

Das SED-Zentralkomitee beschließt ein neues Reisegesetz. Günther Schabowski erklärt vor der Presse, das Gesetz trete sofort in Kraft. Die Ostberliner Bevölkerung strömt an die Grenzübergänge und erreicht, dass die Übergänge freigegeben werden, obwohl die Wachen nicht informiert waren.
2006

München | Die jüdische Gemeinde München weiht ihre neu errichtete Synagoge ein.

Berlin im November

1539

1. November 1539 Joachim II. führt die Reformation in Brandenburg ein.
1899

1. November 1899 Max und Emil Skladanowsky stellen im Wintergarten in der Friedrichstraße ihre „lebenden Bilder" vor. Die Vorführung gilt als erste öffentliche Filmvorführung.
1684

4. November 1684 Einzug der Kurprinzessin Sophie Charlotte in Berlin
1847 4. November 1847 Der Berliner Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy stirbt in Leipzig.
1730

Küstrin | 6. November 1730 Hans Hermann Katte, der Jugendfreund des Kronprinzen Friedrich (II.) wird auf der Festung Küstrin hingerichtet.
1906

7. November 1906 Heinrich Seidel, geboren 1842 in Perlin / Mecklenburg, Ingenieur und Schriftsteller, Konstrukteur des Daches vom Anhalter Bahnhof, stirbt.
2006 7. November 2006 Wilma und Wolfgang Holtz laden anlässlich des 100. Todestages von Heinrich Seidel zur Lesung in die Friedhofskapelle Lichterfelde ein. Wilma Gütgemann-Holtz hat zuvor die Inschriften des Grabsteins restauriert.
1831 14. November 1831 Der Philosoph Georg Friedrich Wilhelm Hegel stirbt mit 61 Jahren an der Cholera.
1906 15. November 1906 August Bebel eröffnet die Reichsparteischule der Sozialdemokratischen Partei in der Lindenstraße 3, Kreuzberg.
1811

21. November 1811 Heinrich von Kleist tötet sich und Henriette Vogel.

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- © gerhild komander 11/06 -

Berlin im Blick

Berliner Geschichte

1319 Die Doppelstadt Berlin-Cölln erwirbt Rosenfelde (Friedrichsfelde).
Cölln wird in allen geistlichen und kirchlichen Angelegenheiten der Propstei von Berlin unterstellt.
Erste urkundliche Erwähnung der Stadtmauer und von Heinersdorf
Der letzte Askanier, Markgraf Woldemar, stirbt ohne männlichen Erben. Markgräfin Agnes, seine Witwe, kommt mit dem Vormund Herzog Rudolf von Sachsen zur Huldigung nach Berlin-Cölln.

1369 Berlin erwirbt das landesherrliche Münzregal.

1619 12. November Kurfürst Johann Sigismund legt die Regierung nieder.
Georg Wilhelm wird Kurfürst.

1669 Paul Gerhardt verläßt Berlin.
Der Packhof auf dem Friedrichswerder wird erbaut.
Willem Frederik van Royen wird kurfürstlicher Hofmaler

1719 Die Volkszählung stellt 64 000 EinwohnerInnen in Berlin fest.
Johann Sigisbert Ebert erbaut eine Wasserleitung für das Schloß.
Martin Heinrich Böhme erbaut das Schloß Friedrichsfelde.

1769 Friedrich Nicolai gibt seine „Beschreibung der Königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam" heraus.
Die Pockenimpfung wird eingeführt.
Johann Christian Kleemeyer eröffnet eine Uhrmacherwerkstatt und baut Flötenuhren.

1919 5. Januar Januaraufstand

15. Januar Ermordung der Mitbegründer der KPD Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch Angehörige der Garde-Schützen-Kavallerie-Division

19. Januar Wahl zur Deutschen Nationalversammlung
Frauenwahlrecht: Erstmals dürfen sich die Frauen im Deutschen Reich an einer Wahl beteiligen.

28. Juni Unterzeichnung des Friedensvertrags durch Reichsaußenminister Hermann Müller (SPD) und Verkehrsminister Johannes Bell (Zentrum) für das Deutsche Reich im Spiegelsaal des Versailler Schlosses

 

 

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