Gerhild Komander

Tipps + Termine

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Stadtführung Berlin 
Boxhagener Platz, Friedrichshain - Stadtführung in einem Szenekiez
In Zusammenarbeit mit der VHS Reinickendorf
Sonnabend, 24.2.18, 11 Uhr

150 Westhafen

Vortrag zur brandenburgischen und Berliner Geschichte
Die Hugenotten kommen!
In Zusammenarbeit mit dem Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner
Montag, 26.2.18., 18 Uhr

Maerchenbr 150

 

Zellengefaengnis 150 Lehrter Straße Moabit

Alles was Berlin brauchte, aber nicht in der guten Stube haben wollte, verlagerte der König vor die Tore der Stadt. In der Lehrter Straße in Moabit entstanden Kasernen, ein Exerzierplatz, ein Zellengefängnis, ein Bahnhof und wenige Wohnhäuser.

Einen Katzensprung vom Berliner Hauptbahnhof entfernt liegt die Lehrter Straße, eine Straße voller Geschichte. Sie zweigt nach Norden von der Invalidenstraße ab, verläuft parallel zur Heidestraße und zum Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal bis an die Perleberger Straße, die ihrerseits links nach Moabit zurückführt, rechts aber in den Wedding hinausführt.

 

Lehrter Straße?

Lehrte ist eine Stadt in Niedersachsen mit gut 40 000 EinwohnerInnen, ehemals ein Eisenbahnknotenpunkt. Die Straßen der Umgebung heißen nach brandenburgischen Städten Rathenower, Perleberger, Pritzwalker Straße. Was treibt sich Lehrte in der Berliner Geschichte herum? Die Lehrter Straße erhielt ihren Namen nach dem Bahnhof, der sich an der Stelle des Hauptbahnhofs befand.

1869-71 ließ die Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft den Lehrter Bahnhof als Kopfbahnhof für die Eisenbahnverbindung Berlin – Lehrte – Hannover bauen. Er erstreckte sich von den – im Verlauf noch vorhandenen - Gleisen der S-Bahn in monumentaler Neorenaissance-Architektur bis kurz vor das Spreeufer, nahm also das ganze Gelände des Hauptbahnhofs südlich der Gleise und den Washington-Platz ein. Nur ein Rondell mit der Wagenvorfahrt hatte dort noch Platz. Die aus dem Bahnhofsgebäude nach Norden reisenden Züge fuhren ebenerdig unter den Gleisen der Stadtbahn hindurch und über die Invalidenstraße hinweg.

Der Lehrter Bahnhof schrieb Berliner Geschichte. Vom Lehrter Bahnhof sauste am 19. Dezember 1932 zum ersten Mal der schnellste Zug ab, der „Fliegende Hamburger", der die Hansestadt in einer Fahrtzeit von zwei Stunden und 18 Minuten erreichte. 1957 zerfiel das Gebäude unter Sprengbomben zu Schutt und Asche, der „Fliegende Hamburger" kam im selben Jahr aufs Abstellgleis, nachdem mit ihm 1949 noch der Interzonenverkehr aufgenommen worden war.

 

Die Musteranstalt Zellengefängnis Moabit

Am Eingang der Lehrter Straße liegt rechts der Geschichtspark Zellengefängnis Moabit, mit einem Eingang an der Invalidenstraße und einem an der Lehrter Straße - und einem besonderen Kapitel Berliner Geschichte. Der Eingang zum nicht erhaltenen Gefängnis lag in der Lehrter Straße. Nach neuesten Vorbildern aus England entwarf Carl Ferdinand Busse im Auftrag des Königs Friedrich Wilhelm IV. eine weiträumige Anlage, die 1849 fertiggestellt wurde und als Musteranstalt galt.

Damals glaubten die Verantwortlichen daran, dass strenge Einzelhaft die Gefangenen vor dem schlechten Einfluss der Mitgefangenen bewahren könnte und dadurch eine Besserung der Häftlinge möglich sei. Was als Mittel der Resozialisierung gedacht war, zeigte jedoch schlechte Ergebnisse. Die Isolationshaft trieb manche Menschen dazu, sich in der Haft umzubringen.

Dennoch blieb das Gefängnis bis nach dem Zweiten Weltkrieg bestehen, 1957 kamen die Abrißbagger und ebneten das Gelände ein. Ein Bewußtsein für den historischen Ort hatte sich noch nicht entwickelt. Das erhaltene Untersuchungsgefängnis in der Rathenower Straße zeigt einen ganz ähnlichen Aufbau. Besichtigen kann man es nicht. Begehen und besichtigen können SpaziergängerInnen seit Oktober 2006 den Geschichtspark Zellengefängnis Moabit, dessen Gestaltung an die einstige Funktion des Ortes erinnert.

 

Heinrich-Zille-Siedlung statt Ulanen-Kaserne

Heute schirmen Siedlungsbauten das Gelände zur Straße hin ab. Sie gehören zur Heinrich-Zille-Siedlung, die sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite fortsetzt. Ein kleines KünstlerInnen-Straßenviertel, das Lesser Ury, Claire Waldoff und Otto Dix ehrt.

In den vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts ließ König Friedrich Wilhelm IV. hier auf dem nach Norden bis an die Perleberger Straße reichenden Gebiet Kasernen und einen Exerzierplatz anlegen. Der Ostseite des Platzes folgte die Lehrter Straße seit 1845 als Sandweg, der in den siebziger Jahren zur Straße ausgebaut wurde.

Auf dem Areal der Heinrich-Zille-Siedlung stand zur Lehrter Straße hin die Feuerwerker-Schule, zwischen Invalidenstraße und Seydlitzstraße – benannt nach dem Reitergeneral Friedrichs II. - die großzügige Anlage der Garde-Ulanen-Kaserne. Der Bau entstand nach Entwürfen Friedrich August Stüler noch vor der Revolution 1848 und war die älteste aller Kasernen. 1955 ließ die Stadtverwaltung sie abreißen, obwohl sie im Zweiten Weltkrieg nur geringe Schäden erlitten hatte.

Gegenüber der Einmündung der Seydlitzstraße, die hinter der Heinrich-Zille-Siedlung verläuft, liegt der Beamtenfriedhof, auf dem die Vollzugsbeamten des Zellengefängnisses ihre letzte Ruhe fanden. Auch einen Gefangenenfriedhof gab es ehemals, vor dem der Beamten gelegen. Als das Gefängnis abgerissen wurde, entwidmete man den Friedhof. Nichts erinnert mehr an ihn und die verstorbenen Gefangenen.

 

Der Sport erobert die Kasernen

In gelbem Backstein mit markanten roten Ziegelbändern gemauert steht in der Lehrter Straße Nr. 6 bis 11 das Wohnhaus für Eisenbahnbeamte. Baubeamte der Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft entwarfen den 1871-73 errichteten Bau. Das Haus gibt einen wichtigen, aber vergessenen Hinweis auf die ersten Jahrzehnte Berliner Eisenbahn-Geschichte.

Auf dem weiten Rechteck des einstigen Exerzierplatzes entstanden in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts das Poststadion und 1955 zur Rathenower Straße hin der Fritz-Schloß-Park. An der Kruppstraße, die das Gelände nach Norden abschließt, stehen bis heute Kasernen der Kaiserzeit, teilweise unter den Nationalsozialisten umgebaut.

Den Exerzierplatz gab die junge „Weimarer" Republik unter dem Druck des Versailler Vertrages auf. Das Poststadion ließ der Postsportverein der Reichspost 1926-29 errichten. Der Architekt Georg Demmler entwarf eine Volkssportanlage – mit Wettkampfstadion, Rasenplätzen, Hallen und Schwimmhalle -, die vorbildlich auf die Vorhaben anderer deutscher Städte wirkte. Der Haupteingang zum Poststadion an der Lehrter Straße macht keinen guten Eindruck. Das Stadion ist seit den achtziger Jahren geschlossen, Betontröge wehren Überall-Parker ab.

Erst seit dem Jahr 2006, als die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft eine Touristen-Euphorie in Berlin auslöste, und die Stadtverwaltung sogar bereit war, jungen Menschen ohne hohe Einkünfte günstige Unterkünfte zu ermöglichen, kehrt Leben in diese phantastisch moderne Anlage zurück.

Der Zeltplatz, der sich in selbsterfundenem Englisch Tentstation nennt, liegt ideal – mitten in der Stadt und im Grünen, wie so oft in Berlin. Als Ortsangabe findet sich Berlin-Mitte, klingt besser als Moabit. 125 Zelte finden hier Platz. In diesem Juli fand erstmals das Berlin Festival im Poststadion statt. Das alte Sommerbad, lange schon geschlossen (warum eigentlich?), diente als sommerlicher Hintergrund für die Bar. Die Musik des Festivals war auch in Ordnung.

Neben dem Eingang zum wieder erwachenden Poststadion stehen mehrere Gebäude, die das Amtsgericht Tiergarten und die Justizvollszugsanstalt Plötzensee nutzen. Sie stehen in der Tradition des Oberkriegsgerichts des Gouvernements von Berlin, des Gardekorps und des III. Armeekorps. Hier saß Karl Liebknecht ein, nachdem er 1916 während einer Antikriegsdemonstration verhaftet worden war.

 

... ein bisschen, wie das alternative Kreuzberg einmal war

Gegenüber vom Poststadion spielt sich nichts ab in der Lehrter Straße. Wüstes Gelände des einstigen Hamburg und Lehrter Güterbahnhofs harrt der Wiederverwendung. Erst jenseits der Kruppstraße kehrt wieder Leben in die Straße ein. Straßencafés haben das Gebäude der Berliner Granit- und Marmorwerke (Nr. 27 bis 30) erobert. Das Haus erbaute Richard Krebs in den Jahren 1887-88.

Es stehen noch einige alte Mietshäuser in der Lehrter Straße, im Stil der Mietskasernen, jedoch von heutigen Eigentümern und Nutzern herausgeputzt. Hier ist die Lehrter Straße ein bißchen, wie das alternative Kreuzberg einmal war.

Im Wertheim-Haus, einer Fabrik mit Lagerräumen, ist die Kulturfabrik Moabit eingezogen. Von außen wirkt es wie ein Warenhaus vom Hausvogteiplatz. Ernst Scharnke, der Architekt, hatte Alfred Messels Kauf-Palast in der Leipziger Straße vor Augen, als er an den Entwürfen arbeitete.

Die weißen Glasursteine im Innern verraten die Funktion: Schlachter verarbeiteten Fleisch zu feinen Häppchen, ArbeiterInnen produzierten Konserven, Bäcker und Konditoren stellten feine Backwaren, Kuchen und Torten für die wohlhabende Gesellschaft her.

Nicht nur beim alljährlichen Moabiter Inselglück stehen viele Haustüren offen und lassen Neugierige ein, die dann kleine Geheimnisse entdecken: wie den Hinweis auf die Kellergewölbe – sechs Meter hoch – der Weinhandlung Trarbach im Haus Nr. 48b. Zwei Hinterhöfe hat das Haus, beide schmückt ein riesiges Wandbild, das auf den Ursprung des Hauses verweist.

Die Lehrter Straße zu durchstreifen, dieses kurze Stück Berlin, ist eine Reise durch die Berliner Geschichte. Gut sitzen läßt's sich hier auch. Das werden die jungen Leute, die im Poststadion zelten, bald entdecken.

 

Gerhild H. M. Komander

Der Text erschien zuerst im "Berliner Lindenblatt", Juli 2007.

Einen Text zum Amtsgericht in der Lehrter Straße finden Sie hier.

Susanne Torka hat ihn geschrieben.

 

Die Stadtführung zum Geschichtspark Zellengefängnis Moabit finden Sie hier.

 

Leseempfehlung:

Jürgen Tomisch, Matthias Donath, Angelika Kaltenbach u. a.: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Berlin. Bezirk Mitte. Ortsteile Moabit, Hansaviertel und Tiergarten, hg. vom Landesdenkmalamt Berlin. 358 S. Mit 369 Schwarzweißabbildungen und einer Karte

 

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Berlin im Blick

Berliner Geschichte

1278 Das St. Georgs-Hospital wird erstmals urkundlich namentlich erwähnt.
1288 Erste urkundliche Erwähnung von Lichtenberg, Lichterfelde und Rosenfelde (Friedrichsfelde)

1308 3. März Die Doppelstadt Berlin-Cölln schließt ein Schutzbündnis mit anderen märkischen Städten.
Erste urkundliche Erwähnung von Heiligensee
1348 Die Pest fordert auch in der Mark und in Berlin-Cölln viele Tote. Die Juden werden als Urheber beschuldigt und verfolgt.
Der "falsche Woldemar" trifft in Berlin ein. König Karl IV. anerkennt ihn als letzten Askanier, um ihn als Verbündeten gegen die Wittelsbacher einzusetzen.
Ein Stadtbrand richtet großen Schaden an.
1358 Erste urkundliche Erwähnung von Stralau
1378 Sigismund, zweiter Sohn Karls IV., wird Mitregent in der Mark.
Am 29. November stirbt Karl IV.
1388 Markgraf Sigismund wird König von Ungarn und verpfändet die Mark Brandenburg an seinen Vetter Jobst von Mähren.

1448 Die Bürger von Berlin und Cölln erheben sich im Berliner Unwillen gegen den Landesherren.
19. Juni Berlin und Cölln unterwerfen sich dem Kurfürsten.
Zunftprivilegien darf zukünftig nur der Landesherr gewähren.
1458 28. April Auf dem Neuen Markt wird Matthäus Hagen nach einem Inqisitionsprozess als Anhänger der hussitisch-taboristischen Lehre hingerichtet.
1488 Der Kurfürst erhebt die „Bierziese".
10. September Johann Zehender erhält das städtische Privileg für zwei Apotheken in Berlin.

1518 Die kurfürstliche Städte- und Polizeiordnung legt einheitliche Maße und Gewichte fest.
1528 25. März Kurfürstin Elisabeth flieht nach Wittenberg.
1538 bis 1540 Caspar Theyss erbaut das Renaissanceschloß zu Cölln.
1558 In Köpenick entsteht das Renaissanceschloss.
Das Gutshaus Tegel wird urkundlich erwähnt.
1568 Erste urkundliche Erwähnung von Treptow
1578 Rochus Guerini Graf zu Lynar kommt nach Berlin, erweitert das Schloss und baut die Spandauer Zitadelle aus.
Am Spandauer Mühlentor lässt er eine Pulvermühle errichten.
1598 Joachim Friedrich wird Kurfürst.

1608 Johann Sigismund wird Kurfürst.
1618 Der Dreißigjährige Krieg beginnt.
In Cölln wird eine reformierte Domschule für Knaben gegründet.
1628 Markgraf Sigismund fordert von der Bürgerschaft 140 000 Taler Kontribution zum Unterhalt der kaiserlichen Truppen.
Wallenstein nimmt Quartier in Berlin-Cölln.
Der Kurfürst erlässt ein Verbot für Zeitungen.
Matthias Czwiczek wird brandenburgischer Hofmaler.
Die Pocken breiten sich in Berlin-Cölln aus.
1638 Kurfürst Georg Wilhelm übergibt Adam Graf Schwarzenberg die Statthalterschaft.
1648 Die Pocken breiten sich in Berlin-Cölln aus.
Zu Münster und Osnabrück wird der Westfälische Frieden geschlossen.
1658 Berlin-Cölln wird Garnisonstadt: Der Kurfürst läßt in 508 Bürgerhäusern 1 500 Militärangehörige mit ihren 400 Frauen und 500 Kindern sowie Dienstpersonal einquartieren.
Der Bau der Festungsanlagen beginnt unter der Leitung von Johann Gregor Memhardt.
Einfuhrverbot für Glaswaren
1668 24. Juni Friedrich Wilhelm heiratet in zweiter Ehe Herzogin Dorothea von Holstein-Glücksburg.
1678 Der Hofjägermeister von Lüderitz legt die Hasenheide an.
Benjamin Raule errichtet durch Umbau des kurfürstlichen Ballhauses Raules Hof auf dem Friedrichswerder.
30. Juli Mit der Grundsteinlegung für die Dorotheenstädtische Kirche wird der erste Kirchenbau in Berlin-Cölln seit dem Mittelalter begonnen.
Adam de Clerck wird kurfürstlicher Hofmaler.
1678 bis 1687 Rutger van Langerfeld und Michel Matthias Smids erbauen die Dorotheenstädtische Kirche.
1688 9. März Der Große Kurfürst stirbt. - Friedrich III. (I.) wird Kurfürst.
14. August Friedrich Wilhelm I. (der Soldatenkönig) wird geboren.
Der Perspektivplan von Berlin-Cölln, gezeichnet von Johann Bernhard Schultz, erscheint.
Samuel von Pufendorf wird kurfürstlicher Historiograph.
Constantin Friedrich Blesendorf, Johann Ulrich Crause und Augustin Oldenburgh fertigen das Kupferstichwerk zum Leichenbegängnis des Kurfürsten Friedrich Wilhelm an.
Johann Arnold Nering beginnt mit der Anlage der Friedrichstadt.
Der Gendarmenmarkt wird angelegt.
Abraham Jansz Begeyn wird kurfürstlicher Vedutenmaler.
1698 Andreas Schlüter beginnt mit Um- und Neubau des Residenz-schlosses.
Der Marinemaler und Schiffsbaumeister Michiel Maddersteeg wird an Hof berufen.

1708 27. November Friedrich I. und seine dritte Gemahlin Sophie Luise von Mecklenburg-Schwerin ziehen in Berlin ein.
1718 Die Berliner Hausbesitzer gründen die Versicherungsgesellschaft der Feuersozietät Berlin.
Der von Johann Sigismund Elsholtz 1679 angelegte Hof- und Küchengarten bei Schöneberg (Kleistpark) erhält die Bezeichnung Botanischer Garten.
Friedrich Wilhelm I. besucht erstmals die Synagoge.
1728 Der Prozeß gegen Dorothea Steffin ist der letzte Hexenprozeß in Berlin.
1738 Friedrich Wilhelm I. schenkt das Neue Lusthaus der Berliner Kaufmannschaft zur Einrichtung ihrer Börse.
1748 15. November Das Invalidenhaus wird eingeweiht.
Gotthold Ephraim Lessing kommt zum ersten Mal nach Berlin.
Der Invalidenfriedhof wird angelegt.
Johann Julius Hecker gründet ein Lehrerseminar.
Friedrich II. verfügt die Verhaftung von Bettlern und deren Überstellung ins Zuchthaus oder zur Arbeit im Ochsenkopf.
Die Künstler Blaise Nicolas Lesueur und Charles Amédée Philippe Vanloo werden nach Berlin berufen.
Der Arzt und Philosoph Julien Offray de La Mettrie wird an den königlichen Hof berufen.
1748 bis 1766 Jan Boumann erbaut das Palais Prinz Heinrich (Humboldt-Universität).
1768 21. März Das Lustspiel „Minna von Barnhelm" von Gotthold Ephraim Lessing wird in der Behrenstraße uraufgeführt.
1778 Gründung der Jüdischen Freischule
Johann Wolfgang von Goethe besucht Berlin und Potsdam.
1788 Der König erläßt das Religionsedikt und eine Zensurverordnung.
Martin Heinrich Klaproth entdeckt die Zirkonerde und das Uranium.
Die Berliner Gymnasien führen mündliche und schriftliche Prüfungen zur Erlangung der Hochschulbefähigung ein.
27. September Erster Ballonaufstieg Francois Blanchards vor dem Brandenburger Tor.
1788 bis 1791 Carl Gotthard Langhans erbaut das Brandenburger Tor.
1798 Die Jungfernbrücke entsteht in ihrer heutigen Gestalt.
1798 bis 1802 Heinrich Gentz erbaut die Münze am Werderschen Markt.

1808 19. November Die wahlberechtigten Bürger Berlins wählen aufgrund der preußischen Städte die ersten Berliner Abgeordneten.
1818 Die Berliner Sparkasse wird gegründet.
1828 Die Berliner Universität erhält den Namen Friedrich-Wilhelm-Universität.
1838 Der Volkspark Hasenheide wird nach Plan von Peter Joseph Lenné begonnen.
1848 6. März Beginn der Revolution in Berlin
18. März Barriakdenkämpfe in Berlin
19. März Aufbahrung der "Märzgefallenen"
1868 Berliner Asylverein für Obdachlose gegründet
1878 Hofprediger Adolf Stoecker gründet die Christlich-Sociale Arbeiterpartei.
1888 Dreikaiserjahr: Tod Wilhelms I. und Friedrichs I.
Gründung der Urania
Gustav Krocisius gründet die Spree-Havel-Dampfschiffahrtsgesellschaft Stern.
11. September Das Lessing-Theater am Schiffbauerdamm öffnet.
1898 5. Februar Gründung der Künstlervereinigung Berliner Secession
1. April Die Gemeinde Schöneberg wird Stadt.

1908 28. Januar Eröffnung des Hebbel-Theaters
17. Mai Friedrich ARchenhold legt den Grundstein für die Sternwarte für die Volkssternwarte.
10. Juni Eröffnug des Märkischen Provinzialmuseums
1918 Ende des Ersten Weltkriegs
1928 Gründung der BVG
1948 Berliner Luftbrücke
1968 Studentenunruhen

 

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